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 Ein unverzichtbarer Partner geworden

Porträt: Agentur Bode, Timm & Partner

Als im August 1982 die Bode Timm & Partner gegründet wurde, erschien das Singener Wochenblatt bereits seit 15 Jahren. Mit großem Erfolg. In dieser Zeit hatte es sich zum renommiertesten Vertreter einer ganzen Mediengattung entwickelt.


Die Agentur Bode, Timm & Partner (im Bild das Geschäftsgebäude in Mettmann).

Unter den Anzeigenblättern war es das »Vorzeigeblatt«.

Bei allem Respekt, das lag weniger an der schönen geografischen Lage in Bodenseenähe. Es war das Ergebnis konsequenter Verlegerarbeit vom Firmengründer Hans-Joachim Frese. Glück für die Region, dass er sich seinerzeit für den Standort Singen entschied.

Seine Philosophie war eindeutig: Ein Produkt zu schaffen, das für Leser und Inserenten gleichermaßen attraktiv sein sollte. Woche für Woche.

Interessanten Lesestoff garantierte - und tut es bis heute - hohe »Quoten« und damit eine bestmögliche Darstellungsplattform für die Inserenten.

Die Gesetzmäßigkeiten, nach denen heute privates Fernsehen funktioniert, hatte Hans-Joachim Frese bereits vor 40 Jahren für sein Wochenblatt angewendet. So war bereits nach 15 Jahren das Wochenblatt für alle lokalen Inserentengruppen zum unverzichtbaren Partner geworden. Hans-Joachim Frese hatte die lokale Medienlandschaft neu sortiert. Aber er war nicht nur Verleger im engeren Sinne, sondern auch Unternehmer. Als solcher wusste er um die Notwendigkeit von Wachstum für sein Unternehmen. Nicht zuletzt ging es ihm dabei um Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen. Nennenswertes Wachstum war aber allein aus der Region nicht mehr zu generieren. Die Wachstumschance sah er zu Recht bei den bundesweit distribuierten Filialunternehmen und anderen nationalen Werbungtreibenden.

Für diese Klientel war aber sein Singener Wochenblatt mit einer Auflage von 80.000 Exemplaren einfach zu klein. Zu dem verlangten diese Inserentenkreise Beweise zur Leistungsfähigkeit des Wochenblattes. Harte Fakten, basierend auf umfangreichen und kostspieligen Untersuchungen, mussten vorgelegt werden, um schwarz auf weiß zu belegen, welchen Stellenwert das Wochenblatt im Vergleich mit anderen in der Region tatsächlich hat.

Folgerichtig nahm Hans-Joachim Frese Kontakt mit benachbarten Verlagen auf und formierte sie zusammen mit dem eigenen Objekt zu einer Angebotseinheit von 1.069.907 Exemplaren. Sie existiert immer noch - erfolgreich und heißt heute ABC (Anzeigenblattcombination) Südwest.

Und er beauftragte ein in Fachkreisen hoch angesehenes Marktforschungsinstitut, das nach einer eben von diesen Fachkreisen entwickelten Methodik den Markt des Singener Wochenblattes untersuchte. Wahrscheinlich war dies eine seiner mutigsten Verlegerentscheide überhaupt.

Hätte das Forschungsergebnis für das Singener Wochenblatt im Vergleich zu den anderen lokalen Medien zu schlechten Daten geführt, wäre das für den Verlag sicher nicht ohne Folgen gewesen. Das Gegenteil war aber der Fall und bestätigte nun die Position des Wochenblattes in der Region, aber auch als einer der Marktführer einer ganzen Mediengattung.

Konsequent ließ Hans-Joachim Frese sein Wochenblatt in den Folgejahren nun regelmäßig von neutraler Stelle untersuchen. Einerseits, um der Werbung treibenden Wirtschaft Kontinuität nachzuweisen, andererseits um seinen Verlag zur ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung zu motivieren.

Hans-Joachim Frese und der Unterzeichner waren zu diesem Zeitpunkt in regelmäßigen Gesprächen. Die Idee der Bode Timm & Partner war, alle renommierten Verlage Deutschlands quasi zu einer »ABC-Deutschland« zusammen zu führen und zu einem einheitlichen Angebotspaket für die nationalen Werbungstreibenden zu schnüren.

Hier ergänzten sich Einsichten, Visionen, aber auch harte Fakten zu annähernd 100 Prozent. Und die Rechnung ging auf. Sukzessive erkannten auch die Großen der Branche, welchen Erfolg sie mit Werbung im Singener Wochenblatt und vielen anderen Wochenzeitungen erzielen konnten. Die Entwicklung hält bis heute an.

Für den Verleger Frese war dabei besonders ein Aspekt sehr wichtig. Anzeigen und Prospekte von großen Handelsunternehmen waren für seine Wochenblattleser wichtige Informationen. Den Leser gut und umfangreich zu informieren war für ihn immer vorrangig. Auch das hat sich beim Wochenblatt bis heute nicht geändert.

Detlev Bode