Die
Familie Schafhäutle in Engen /Neuhausen trägt nun schon
in der dritten Generation das Singener Wochenblatt aus und gehört
zu den Familien, die dabei praktisch die gesamte Geschichte des
WOCHENBLATT mit begleitet haben. Am Anfang, 1967, verdiente Herta
Schafhäutle damit 24 Mark im Monat, das war schon für
die damalige Zeit viel zusätzliches Geld, auch darum haben
die Schafhäutles das Verteilen nicht mehr aus der Hand gegeben.
Drei Söhne haben sich dann im Laufe der Jahre das Austragen
geteilt, immer wenn einer krank war oder Urlaub machte, sprang
einer der beiden anderen ein. Herta Schafhäutle selbst war
immer wieder Austrägerin, wenn dann alle Stricke rissen.
Sie kannte ja ihr Revier noch aus früheren Zeiten. 220 bis
230 Wochenblätter verteilen die Schafhäutles heute in
ihrer Heimatgemeinde.
Inzwischen sind die Enkel Andreas und Markus mit dem Austragen
betraut. Sie verdienen zusammen 60 bis 70 Euro im Monat, das ist
ein schönes Taschengeld für die Beiden. Den berühmten
Hundebiss, den mancher Postbote im Laufe der Arbeit ertragen musste,
hat Herta Schafhäutle zum Glück nie erleben müssen.
Einmal ist sie vom Rad gestürzt, kann sie sich noch erinnern.
Die beiden Enkel tragen das WOCHENBLATT zu Fuß aus. Die
Großmutter war bei Wind und Wetter mit dem Rad unterwegs.
Die Zeitung kennt keine Jahreszeiten. Markus und Andreas sind
etwa 2 Stunden unterwegs bei ihrer Tour durch ihre Heimatgemeinde.
Die Zeitungen werden morgens vor dem Haus durch die Spedition
abgeliefert, von dort aus sind die beiden dann nach der Schule
unterwegs zu den vielen Briefkästen, die wie die Bewohner
der Häuser und Wohnungen auf das WOCHENBLATT warten.
»Es beschweren sich immer wieder Leute, wenn sie mal kein
Wochenblatt bekommen «, erzählt Herta Schafhäutle.
Es kann immer wieder passieren, dass der eine oder andere Briefkasten
einfach vergessen wird. Aber ihre beiden Enkel sind zuverlässige
Austräger, die ihre Aufgabe ernst nehmen. Es kommen so gut
wie keine Klagen. Die Großmutter ist mit den Enkeln zufrieden.
Wenn alles so glatt weiter läuft wie jetzt, bleibt der Bezirk
Neuhausen auch noch viele Jahre bei der Familie Schafhäutle.
Herta Schafhäutle selbst liest das WOCHENBLATT immer noch
mit großem Interesse.
Johannes Fröhlich
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