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 14000 v. Chr. Steinzeit: Die
Venus von Engen und die ersten Menschen der Region
 5000 v. Chr. Steinzeit II: Die
Menschen werden seeshaft, bauen beim heutigen Hilzingen
Hütten und betreiben Feldbau
 3900 v. Chr. Bronzezeit: Die
Menschen erfinden das Rad und bauen Bauten auf Pfählen
auch am Bodensee.
 800 v. Chr. Die erste Hochkultur
Kelten besiedeln den Hegau.
 500 n. Chr. Nachdem die Römer den
Germanen unterlagen, wird der Weinbau, von Augustus Soldaten in die Region
gebracht, zum
Wirtschaftsfaktor.
 724 n. Chr. Die Reichenau wird zum
Zentrum der Alten Welt, die Gebeinde des Evangelisten
Markus kommen auf die Insel
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Die
Tropen bei Öhningen
Feuchtschwül steht die Luft selbst
auf der Lichtung an dem kleinen See beim heutigen Öhningen. Ein junger
Fuchs streunt durchs Gehölz, das schon fast an einen vietnamesischen
Dschungel erinnert, und begegnet einem knapp einen Meter großen schwarzen
Riesensalamander, der sich seelenruhig zwischen zwei Fächerpalmen den Weg
in Richtung Wasser bahnt.
Zwei rund
zwanzig Zentimeter große Frösche sitzen auf einem Felsen im Wasser
und lassen ihre Zungen nach Insekten schnellen. Plötzlich hört man es
knacken im Unterholz, erst leiser, dann immer lauter.
Das Gehölz
am See teilt sich: Ein Mastodon, Vorfahre der Mammuts und der heutigen
Elefanten, mit einer Schulterhöhe von immerhin vier Metern und damit das größte
Landsäugetier, das jemals existierte, betritt die Szenerie. Es sucht nach
einem Wasserloch und hat den See gefunden. Nein, in Öhningen auf der Höri
soll nicht bald ein Museum entstehen, wenngleich ein weiteres Museum dort seine
Berechtigung hätte, sondern: So oder so ähnlich ging es dort vor rund
14 Millionen Jahren zu. Dass Öhningen vor über zweihundert Jahren
einer der bedeutendsten Fundorte von Fossilien (erhaltene Überreste von
ehemals lebenden Tieren und Pflanzen) war, das weiss heute kaum noch jemand. Es
war aber so.
Im Konstanzer Bodenseenaturmuseum (im selben Gebäude
wie das Sealife-Center) finden sich heute die versteinerten Überreste der
alten Welt. Sie stammen aus einer Zeit, als in unserer Region, die damals noch
woanders auf dem Erdball auf den Magmamassen schwamm, tropisches bis
subtropisches Klima herrschte und sich eine Tier- und Pflanzenwelt entwickelte,
die nach den Worten von Museumsleiter Dr. Ingo Schulz-Wedding ähnlich der
gewesen sein muss, die heute in Korea oder im Vietnam existiert. Später
dann nach und zwischen den Eiszeiten, die alles unter sich begruben, war das
Gebiet zwishcen dem heutigen Hohenfels und den schweizerischen Voralpen und ähnlich
der Tundra im hohen Norden: Nach der letzten Eiszeit, der sogenannten Würmeiszeit,
in der auch der Rheinfall entstanden ist, bahnten sich Birken und Kiefern, später
dann auch weitere Nadelbäume, den Weg durch den sich langsam erwärmenden
Boden. Bisons lebten im Hegau und Rentiere. Höhlenbären jagten den
ersten Menschen in der Region Schrecken ein.
Anatol Hennig
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Vor dem Jahr 1723 mussten
Steinbrucharbeiter beim heutigen Öhningen auf sonderbare Formen in Steinen
gestossen sein: Es handelte sich um Überreste - größtenteils
versteinerte Knochen - von Tieren, die vor über 14 Millionen Jahren dort
gelebt hatten. 1723 dann fand Johann Jakob Schweizer, Züricher Stadtarzt,
in Öhningen ein versteinertes Skelett, das von damaligen Experten schnell
identifiziert war: Es handelte sich, so glaubte man, um einen Menschen, einen Sünder,
der von der Sintflut heimgesucht wurde. Es sollte einhundert Jahre dauern, bis
man heraus fand, was das über ein Meter große Skelett wirklich ist:
Ein Riesensalamander, der sich im subtropischen bis tropischen Regenwald bei Öhningen
schon damals von Fischen, Würmern und Insekten ernährt haben muss.

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