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 1848: Friedrich Hecker, der
deutsche Revolutionär, zieht durch die Lande. Gab es so etwas wie eine
deutsche Revolution überhaupt?
 1887: Schnelles Essen für die
Industriegesellschaft: Schon 22 Maggi-Suppen sind
auf dem Markt
 1895: Das erste Auto im Thurgau
sorgt für
Aufsehen
 1914: Am 1. August mussten die Bürgermeister
aus dem Hegau nach Konstanz: Der erste Weltkrieg
wollte geplant sein.
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Die Mode
braucht die Sticker nicht mehr
Hand in Hand mit der Leinwandindustrie
wuchs das Stickereigewerbe. War die Handstickerei früher eine reine Frauen-
und Hausarbeit, änderte sich mit der Konstruktion der ersten
Handstickmaschine durch den Elsäßer Josua Heilmann im Jahre 1828
einiges: Die Stickmaschine erledigte die Arbeit von etwa vierzig Stickerinnen,
indem sie das Muster parallel auf viele Nadeln übertrug, die dann
gleichzeitig stickten. Von den vierzig Arbeitskräften blieb lediglich ein
Sticker, und eine Fädlerin übrig. Der Sticker führte den
Pantographen- das ist eine Art Stift, mit dem er das aufgezeichnete Muster abfährt
-,die Fädlerin zog und schnitt den Faden.
Da die Maschine noch mit Muskelkraft betrieben wurde, saßen
jetzt ausschließlich Männer an den Stickmaschinen. Diese Maschine war
jedoch noch für die Produktion ungeeignet. Erst 1840 gelang es Franz Elysäus
Rittmeyer und dem Mechaniker Franz Anton Vogler die Maschine entscheidend zu
verbessern. Dem zunächst ausbleibende Durchbruch der neuen Technologie
half ein Hamburger Kaufmann etwas nach, indem er die Maschinenstickereien als
Handstickereien, sogenannte »Hamburghs«, deklarierte und verkaufte.
Davon profitierten natürlich auch die Maschinenhersteller; so begannen zum
Beispiel die »mechanischen Werkstätten St. Georgen« die
Produktion, die berühmten »Sauer«-Werke in Arbon folgten später.
1857 gab es im Kanton St. Gallen bereits 19 Stickfabriken mit über
200 Maschinen. Nach einer kurzen Krise schien dem Aufstieg der
Maschinenstickerei jedoch nichts mehr im Wege zu stehen, so wurden zwischen 1865
und 1867 allein im Kanton St. Gallen 38 Stickfabriken gegründet. Bis zum
Jahr 1890 waren in der Schweiz über 18000 Maschinen in Betrieb. An dem
enormen Wirtschaftsboom wollte sich nun jedermann beteiligen, und auch
Privatleute kauften Stickmaschinen. Durch die Möglichkeit von
Ratenzahlungen gaben die Maschinenhersteller ihnen einen einfachen Einstieg zur
Heimarbeit. In vielen (ländlichen) Häusern wurden Sticklokale
eingerichtet; so ratterte mancherorts in jedem zweiten Haushalt eine Maschine.
Die zwischenzeitlich erfundene dampfbetriebene Handstickmaschine war zu
unpraktisch um große Beachtung zu erhalten. Eine Revolution stellte jedoch
die Entwicklung der Schifflistickmaschine dar, die Isaak Gröbli 1863
erfand.
Er verband das Prinzip der Nähmaschine mit dem der
Stickmaschine. Wie auch die Handstickmaschine setzte sich die
Schifflistickmaschine erst schleppend durch, ihr Vorteil war jedoch gewaltig:
Dank dem mechanischen Antrieb und der neuen Technik arbeitete sie acht bis zehn
mal schneller. Diese Produktionssteigerung führte zu einer Verbilligung der
Stickereien, so konnten sich auch die breite Bevölkerung Europas und
Amerikas der neuen Mode anpassen.
Jörg Wegener |
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Schriftstücke aus dem St. Gallener
Kloster belegen, dass bereits im 8. Jahrhundert Bauern ihren Landesherren Flachs
oder Leinwand abtreten mussten. Mit der Einführung besonderer Qualitätssiegel
und der Verkettung verschiedener Produktionsschritte, wie zum Beispiel Bleichen,
Färben und Verpacken , wurde ein Monopol geschaffen. Um 1500 war St. Gallen
in ganz Europa für qualitativ hochwertige Leinwand bekannt. Exportiert
wurde von Polen bis Spanien..

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