|

|
 1887: Schnelles Essen für die
Industriegesellschaft: Schon 22 Maggi-Suppen sind
auf dem Markt
 1895: Das erste Auto im Thurgau
sorgt für
Aufsehen
 1914: Am 1. August mussten die Bürgermeister
aus dem Hegau nach Konstanz: Der erste Weltkrieg
wollte geplant sein.
 1920: Die Welt zwischen
Sozialdemokratie und Konservatismus bricht auseinander. Das kann man auch an den
Singener Vereinen
sehen
| |
Einer
ging den anderen Weg
1860 gründete Gotthard Allweiler,
Spross einer Familie von Schmieden, die auf jahrhundertelange Tradition zurückblicken
kann, seinen Betrieb in Singen, als er die Dorfschmiede von seinem
Schwiegervater übernahm. Er reparierte dort nicht nur Pumpen, er machte
auch die wesentliche Erfindung der Flügelpumpe, die erstmals 1874 marktreif
vorgestellt werden konnte. Und damit endete die Ära Singen schon in der
Firmengeschichte. 1876 zog das Unternehmen nach Radolfzell. Dort wuchs das
Unternehmen munter heran, obwohl auch die Stadt Radolfzell langsam um das
Unternehmen herum wuchs. Schon 1910 wurde die Pumpenfabrik Aktiengesellschaft,
der Name Allweiler AG wurde aber erst 1965 eingeführt. 1913 wurden erstmals
1000 Mitarbeiter erreicht, diese Zahl sank in den folgenden Krisen aber immer
wieder stark ab. Tochtergesellschaften wurden in der Nachkriegszeit aufgekauft.
Das Unternehmen entwickelte sich zum Exportriesen, der Pumpen in die ganze Welt
lieferte. Der Traum von der in der Region verwurzelten Aktiengesellschaft war
aber im letzten Jahr ausgeträumt, als die amerikanische
Unternehmenskonstruktion "Constellation Capital Partners" (CCP) fast
alle Aktien in einer "freundlichen Übernahme" aufkaufte. Die berühmte
Versammlung der Kleinaktionäre gab es aber noch dieses Jahr. Gegenwärtig
zählt das Unternehmen 1300 Mitarbeiter insgesamt.
-of-
|
|
|

|

Viel wird von der Anziehungskraft des
Standorts Singen gesprochen. Ein Unternehmen ging jedoch den anderen Weg. Aus
der einstigen Dorfschmiede wurde so einer der renommiertesten Pumpenhersteller
der Welt.

Blättern
| |