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 1914: Am 1. August mussten die Bürgermeister
aus dem Hegau nach Konstanz: Der erste Weltkrieg
wollte geplant sein.
 1920: Die Welt zwischen
Sozialdemokratie und Konservatismus bricht auseinander. Das kann man auch an den
Singener Vereinen
sehen
 1923: Die Inflation schlägt
zu: Eine Gottmadinger Brücke kostet über eine
Billion Mark
 1930: Walter Fröhlich über
sein Jahrzehnt
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Als die
Bilder laufen lernten
Auch in unserer Region begann die
Kinogeschichte auf diese Weise. Es gibt darüber aber leider fast keine
Aufzeichnungen. In Singen wurde das erste Kino mit den "Hohentwiel-Festspielen"
im Jahr 1911 eingeweiht, als es schon eine richtige "Filmindustrie"
gab. Noch heute steht das Gebäude mit dem ehemaligen "Kinematographensaal"
(so die Bezeichnung damals), aber als Kino wird es schon seit 1967 nicht mehr
genutzt. Anfangs war die Stadt Singen gegenüber dem neuen Medium noch sehr
zurückhaltend. Man möge rechtzeitig das Programm mitteilen, wurde der
Kinematographen-Firma Dahlmann-Fasold aus Konstanz mitgeteilt, die hier erster Pächter
war.
Damit sollte sichergestellt werden, dass die Stadtoberen auch
wissen, was hier im Kino läuft. Da das Unternehmen Dahlmann-Fasold aber
ohnehin nur Filme zeigte, die zuvor schon in ihrem Haus Konstanz zu sehen waren,
war das eher ein bürokatischer Akt. Mehrere Pächterwechsel folgten,
zwischendrin war der Saal auch für längere Zeit geschlossen. Erst 1928
kam Singen zu seinem zweiten Kino. Die heutige Kunsthalle wollte nun erstes Haus
am Platze werden und fasste auch viel mehr Zuschauer. Und sie war auch für
Theater geeignet: Die Stadt Singen klinkte sich erst während der
Bauarbeiten mit einem zusätzlichen Darlehen ein, weil das eigene
Festspielhaus am Hohentwiel schon 1918 abgerissen wurde.
Kinogeschichte war im Hegau immer sehr wechselvoll: 1934 verpachtete
Fritz Schwarz, der beide Kinos damals in Singen betrieb, die "Hohentwiel-Lichtspiele"
an den Radolfzeller Kinobetreiber Wilhelm Kleis, doch der machte nach wenigen
Monaten wegen Unrentabilität dicht. 1938 eröffnete Helmut Stange aus Überlingen
das Kino wieder. Und Stange hatte in Sachen Kino großes vor. -er wollte
ein Riesenkino in Singen. Da kam aber der Krieg dazwischen. Erst 1953 konnte er
seinen Traum mit dem Bau des "Central" verwirklichen. Und in den 50er
Jahren hatte in Singen jeder Film Konjunktur. Ausverkaufte Vorstellungen waren
damals die Regel. In dieser Zeit kamen das Kino selbst in die Dörfer: Zum
Beispiel in Rielasingen oder Gottmadingen eröffneten Kinosäle. Den
Boom nutze 1957 Fritz Wilhelm aus Tuttlingen, der das "Scala" in
Singens Süden eröffnete, das war dann das bestbesuchte Kino der Stadt.
180000 Besucher kamen im ersten Jahr. Wilhelm rückte schnell zum Marktführer
auf: 1968 übernahm er das "Central" in der Stadtmitte, von 1972
bis 1976 betrieb er auch die Kunsthalle die danach kein Kino mehr war.
Neue Trends kamen in den 70er Jahren mit kleinen Sälen, die Luft für
die Dorfkinos war inzwischen zu dünn geworden. In den 80er Jahren kam das
kommunale Kino "Weitwinkel" über die Gems als weiterer Anbieter
hinzu, in den 90er Jahren gab es dann doch wieder das Kino auf dem Dorf: Junge
Kinofans machten das "Cinema" in Zizenhausen mit seinen
Flugzeugsesseln inzwischen zur Kultstätte. Bereits Anfang der 90er Jahre
setzte in den USA die Entwicklung des Kinos zum Freizeitzentrum ein. Bis zu 20
Kinos in einem Gebäude, meist vor der Stadt. Mit integrierter Gastronomie,
Discotheken sollte die Jugend wieder in die Kinos gelockt werden. Was zunächst
den großen Städten vorbehalten blieb, wird in wenigen Wochen auch in
Singen mit einem neuen Kinogebäude bei ehemaligen Postareal eröffnet.
Auch in Schaffhausen ist ein großes Kinozentrum im Industriegebiet im Bau
und wird noch dieses Jahr eröffnen.
Oliver Fiedler
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Im Jahr 1895 schlägt die
Geburtsstunde des Kinos. Es waren natürlich zunächst die großen
Städte in Europa und den USA, in denen zunächst kurze Filme liefen,
bei denen das Publikum zum Teil noch in Angst und Schrecken versetzt wurde, weil
man sich erst an diese laufenden Bilder gewöhnen musste. Kino, das war am
Anfang eben einfach eine Attraktion. Der Kinosaal kam erst später. Zunächst
zogen fahrende Kinobetreiber auf den Märkten umher und zeigten die kuriosen
bewegten Bilder.

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