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 1920: Die Welt zwischen
Sozialdemokratie und Konservatismus bricht auseinander. Das kann man auch an den
Singener Vereinen
sehen
 1923: Die Inflation schlägt
zu: Eine Gottmadinger Brücke kostet über eine
Billion Mark
 1930: Walter Fröhlich über
sein Jahrzehnt
 1933: Hitler ergreift die Macht,
woher
kamen seine Fans?
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Lenin:
Durchreise zur Revolution
Es war der 9. April 1917, als eine
seltsame Reisegesellschaft in Gottmadingen in höchst offizieller Mission
die Grenze von der Schweiz nach Deutschland überqueren sollte. Eine Gruppe
von 32 "Berufsrevolutionären" unter ihnen jener berühmte
Wladimir I. Uljanow, genannt Lenin, kehrte aus dem Schweizer Exil im deutschen
Auftrag in die Heimat per Bahn zurück. Per Kreidestrich wurde ein Teil des
plombierten Sonderzugs zum exterritoralen Gebiet erklärt, der andere Teil
des Zuges, wo das Begleitpersonal sich aufhielt, blieb dadurch Deutsch. Militär
bewachte den Grenzübertritt, bei dem die Revolutionäre in Gottmadingen
Fahrkarten 2. Klasse kaufen mußten, weil es die Deutschen abgelehnt
hatten, die armen Revolutionäre billiger mit der 3. Klasse reisen zu
lassen.
Trotz allem, ein Moment der Geschichte machen sollte. In den
folgenden Wochen passierten noch weitere dieser Sondertransporte den
Gottmadinger Bahnhof. Der Hintersinn der Aktion: die Deutschen wollten Rußland
weiter destabilisieren, um aus dem aussichtslosen Zweifrontenkrieg
herauszukommen. Am 16. April erreichte Lenin Petrograd. Am 3. März 1918
wurde der Friede von Brest-Litowsk geschlossen. Doch die Militärs hatten zu
kurz gedacht.
Oliver Fiedler |
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Lenin fuhr durch Gottmadingen, um
Revolution zu machen. Mit ihm waren 32 Berufsrevolutionäre im Zug.

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