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 1920: Die Welt zwischen
Sozialdemokratie und Konservatismus bricht auseinander. Das kann man auch an den
Singener Vereinen
sehen
 1923: Die Inflation schlägt
zu: Eine Gottmadinger Brücke kostet über eine
Billion Mark
 1930: Walter Fröhlich über
sein Jahrzehnt
 1933: Hitler ergreift die Macht,
woher
kamen seine Fans?
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Die
Naturfreunde in Singen zwischen 1912 und 1933
Schnell verbreitete sich der neue Verein
über München und vor allem über die Schweiz. So steht in der
Verbandszeitschrift vom März 1912, daß die Schaffhauser Naturfreunde
in Singen eine Zahlstelle gegründet hätten und erwarten, daß
daraus bald eine selbständige Ortsgruppe wird. Bereits am 22. April 1912
wurde in Singen die achte badische Ortsgruppe gegründet. Der erste
Vorsitzende war damals Karl Langer. Ganz im Sinne der österreichischen Gründerväter
wurden Touren geplant und durchgeführt.
Diese Touren führten in die nähere Umgebung und natürlich
zu den Freunden in der Schweiz. Jäh unterbrochen wurde diese Vereinstätigkeit
durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges. Die Mitglieder der Naturfreunde waren
bis zum Kriegsbeginn hier in Singen noch wenig politisch aktiv. Die
Naturfreunde als einer der Arbeiterkulturvereine entwickelte sich nach dem Krieg
schnell weiter. Die Naturfreunde waren innovativ in der Entwicklung des
Sozialtourismus, d.h. sie ermöglichten preiswerte und erschwingliche Ferien
für Kinder und Familien. In Singen z.B. wurden gemeinsam mit der SAJ
(Sozialistische Arbeiterjugend) Kinderferienlager im Körbeltal organisiert.
Die Mitglieder der Naturfreunde hatten zu jener Zeit nicht die Chance
eine weiterführende Schule zu besuchen. So war eine wichtige Aufgabe bei
den Naturfreunden die Weitergabe von Wissen. Heinrich Weber z.B. der
unvergessene 1. Obmann war Experte als Mineraloge, Geologe und Naturkundler.
Geschichte, Natur- und Heimatkunde, Literaturkenntnisse, Kenntnisse in bildender
Kunst und Sozialverhalten wurde vermittelt. Ein umfangreiches Allgemeinwissen
trotz fehlenden Besuchs höherer Schulen war ein das Ziel. Politisch standen
die Naturfreunde in dieser Zeit unverkennbar der SPD nahe. So war Heinrich Weber
z.B. von 1924 bis 1933 Mitglied im Bürgerausschuß. 1933 nach der
Machtergreifung der Nazis kam das Ende; die Naturfreunde wurden verboten und das
gesamte Vermögen beschlagnahmt. Die Singener Naturfreunde haben in dieser
Zeit den Schaffhauser Naturfreunden beim Ausbau des Buchberg-Hauses geholfen.
Heidi Lorenz-Schäufele |
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Die Naturfreunde wurden 1895 in Wien
von Alois Rohrauer, Georg Schmiedl und Karl Renner, dem späteren Kanzler Österreichs
gegründet. Ziel war es die Arbeiter aus den Wirtshäusern und wie wir
heute sagen würden zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung zu
bringen.

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