Die
Schule von morgen
Die Antwort: Globalisierung, Aufbruch
ins digitale Zeitalter, Strukturveränderungen am Arbeitsmarkt,
wegrationalisierte Einfacharbeitsplätze, Dienstleistungsgesellschaft,
lebenslanges Lernen, Gentechnik sowie Umweltschutz. Bei der Vorbereitung aus die
solchermassen umrissene Zukunft nimmt die Schule eine Schlüsselstellung
ein. Bildung ist Investition in die Köpfe und muss in einem rohstoffarmen
Land "Trumpfkarte" sein. Wie hat sie sich zu entwickeln? Zentral sind
die Veränderungen durch den PC. In wenigen Jahren brauchen SchülerInnen
ein Notebook. Lernsoftware wird fortentwickelt sein, Medienbanken mit Texten,
Bildern oder Videos werden existieren. Schule muss deshalb den Jugendlichen
lehren, wie mit dem PC zu lernen ist.
Es wird "normal" sein,
sich auch mit 50 Jahren noch eigenständig neue Wissensgebiete am PC
erschließen zu müssen. Damit keine Zweiklassengesellschaft durch die
Finanzierung entsteht, sind Standards für preiswerte Schul-PC sowie "abgespeckte"
Software nötig. Wissenstransfers von betreiben in die Schulen (zum Beispiel
drahtlose Netzwerke), Spezialtarife bei der Internetbenutzung oder Wartung von
Betriebssystemen sowie Patenschaften mit finanzieller Unterstützung von
Firmen für "ihre Schule" wie in den USA schaffen Voraussetzungen
für qualifizierte MitarbeiterInnen der Zukunft und sind deshalb rentabel.
Bildungspolitik ist damit auch Wirtschafts- und Standortpolitik. Großbetriebe
werden zusätzlich in LehrerInnenfortbildung investieren müssen - über
Seminarausstattungen und Finanzierung von Referenten. Evaluation (die
Beurteilung von Lehrplänen) in der Schulbildung wird zum wichtigen Thema.
Die Verantwortung der Schule für ihre Absolventen wird nicht in der "Entlassung"
enden.
Gerade wenig begabte und schwierige Jugendliche müssen
noch stärker ins Blickfeld (Arbeitstugenden, Suchtprävention) rücken.
Obwohl Schule nicht Reparaturbetrieb sein kann: Schule muss noch mehr Erziehung
leisten, Orientierung geben. Die Anreize dazu? Wertschätzung der Schule und
ihrer MitarbeiterInnen und finanzielle Mittel! Letztere erhalten die schulen
nicht mehr grundsätzlich nach der Zahl ihrer "Köpfe",
sondern über innovative Projekte und Teilnahme an Wettbewerben. Aus- und
Fortbildung der Lehrkräfte hat die Rahmenbedingungen zu leisten. Experten
aus Innovativen Gebieten müssen in einen "Zukunftsdialog" treten,
der dem Bildungssystem Impulse für eine weitere Entwicklung gibt.
Karl
Beirer
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