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Strom:
Chancen für ländlichen Raum?
Sieht so unsere Energiezukunft zu Beginn
des neuen Jahrtausends aus? Seit einem Jahr ist Strom ein Produkt, das, wie
andere Waren beim günstigsten Anbieter gekauft werden kann. In einigen
Jahren kaufen wir unseren Strom vielleicht schon im Supermarkt, bei der Bank
oder beim Bäcker - per Chip Karte. Haben da kleine regionale oder lokale
Stadtwerke wie in Engen überhaupt noch eine Chance? Konzentrieren sich die
Investitionen in das Stromnetz nur noch dort, wo der größte Gewinn
winkt? Müssen ländliche Gegenden, die nur eine geringe Bevölkerung
aufweisen, mit höheren Strompreisen rechnen als die Ballungsräume?
Drohen dadurch noch mehr Strukturveränderungen zu Lasten des ländlichen
Raums? Welche Firme investiert noch in einer Region mit höheren
Strompreisen? Den kleinen Stadtwerken gehört das Stromnetz - bezahlt von
seinen Kunden. Wer nach Engen Strom liefern will, muß entweder eine eigene
Leitung bauen, was sich unter Wettbewerbsbegingungen nicht rechnet, oder die
Leitungen der Stadtwerke benutzen. Dafür muss ein Entgelt bezahlt werden,
dass es den Stadtwerken erlaubt, weiterhin in die Netzinfrastruktur zu
investieren.
Das am Anfang gezeichnete Horrorszenario wird also
schwerlich eintreten. Noch besser wäre es, die Einwohner Engen bleiben natürlich
Kunden "ihrer" Stadtwerke. Der jährliche Strombedarf von rund 30
Millionen Kilowattstunden kann dann gebündelt günstig eingekauft
werden. Der Strom kann für alle billiger angeboten werden, der Gewinn
bleibt in der Stadt. Immerhin haben die Stadtwerke Engen in der Vergangenheit jährlich
zwischen einer und zwei Millionen Mark investiert. Geld, das am Ort oder
zumindest in der Region bleibt und damit Arbeitsplätze sichert.
Hubert Gnant
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Stromausfall - nichts geht mehr! Fahrstühle
bleiben stecken, der Verkehr bricht zusammen, Computer verweigern die Arbeit,
Unternehmen beklagen Produktionsausfall, Plünderungen drohen.....

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