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Strukturen
für den Frieden
Armeen in demokratischen Staaten können
helfen dies zu tun, wie das Beispiel Kosovo zeigt. Manch-mal ist eben leider die
Ausübung von Macht nötig, um Völkermord oder ähnliche
Exzesse zu verhin-dern. Nach der Wiedervereinigung hat Deutschland als
vollwertiges Mitglied der Staatengemeinschaft auch eine Verpflichtung übernommen.
Ein Teil dieser Verpflichtung stellt der Einsatz der Bundeswehr im Rahmen von
Friedensmissionen dar.
Das verlangt nach neuen Strukturen und neuen
Konzepten. Für mich als Leiter der Firma Oerlikon Contraves GmbH, OCD, in
Stockach bedeutet dies natürlich ebenfalls, daß wir uns als
Unternehmen neu besinnen und auf die neuen Problemstellungen reagieren müssen.
Dieser Umdenkungsprozeß zeichnete sich bereits zu Beginn der 90-er ab und
wird uns noch einige Jahre in das neue Millenium begleiten. Die Herausforderung
ist und bleibt für alle nicht leicht und bedarf viel Kraft und Phantasie.
Ich weiß, daß ich mit Beginn des Jahres 1999 mit der Geschäftsführung
von OCD keine leichte Aufgabe übernommen habe (dies gilt für alle, die
in der wehrtechnischen Indu-strie Verantwortung tragen), ich weiß aber
auch, daß dieses kleine aber feine Unternehmen die Flexibi-lität,
Innovationskraft und vor allem die motivierten Mitarbeiter hat, um auch in
Zukunft einen wesentli-chen Beitrag leisten zu können. Da wie immer im
Leben zur Tüchtigkeit natürlich auch Fortune gehört, wünsche
ich für das beginnende Jahrtausend dem Unternehmen, allen Mitarbeitern,
deren Familien und mir dieses notwendige Quan-tum Glück.
Dr. Heinz Peter Hellmeister
Geschäftsführer der Oerlikon Contraves GmbH, Stockach
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Am Ende des 20. Jahrhunderts hat sich
Mitteleuropa verändert. Nach vielen Jahrzehnten des Kalten Krieges ist die
Schreckensvision eines dritten Weltkrieges zwischen Ost und West in den
Hintergrund getreten. Damit haben sich für die Bundeswehr und auch für
mich, der ich seit nahezu 20 Jahre in der wehrtechnischen Industrie arbeite, die
Aufgaben gewandelt. Wohl niemand wird so naiv sein und glau-ben, die Welt sei
insgesamt friedlicher geworden. Unsere Situation läßt sich leider
nicht auf alle Regio-nen der Erde übertragen. Aber es sollte das Ziel aller
sein, alles in ihrer Macht stehende zu tun, den Friedensprozeß überall
voranzutreiben.

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