|
|
Mittwoch, den 29. November 2006
25 Jahre FC Clubheim Stolz auf die eigene Leistung
Steißlingen (le). Gemeinsam mit der damaligen Vorstandschaft, den Handwerksbetrieben, Unternehmen und vor allem mit vielen der 110 freiwilligen Helfer, die beim Bau geholfen haben, feierte der FC Steißlingen am vergangenen Samstag das 25-jährige Bestehen seines Clubheims. In kameradschaftlicher Runde wurde dabei die Erinnerung an die Bauzeit geweckt und berechtigter Stolz über den gelungenen Kraftakt klang in allen Reden und Gesprächen mit. Nach der Trennung der Fußballabteilung vom TuS und der Gründung des FC Steißlingen hatte der neue Verein zwar einen Sportplatz, auf dem der Spielbetrieb weitergeführt werden konnte, aber fünf Jahre lang gab es weder Duschen noch Umkleideräume oder Toiletten, ganz zu schweigen von einem Raum für die Geselligkeit. Da es so nicht weitergehen konnte, beschloss der Vorstand unter dem damaligen ersten Vorsitzenden Edgar Preiser, ein Clubhaus zu bauen. Aber so einfach war das nicht. Allein die Frage, wo das neue Heim gebaut werden sollte wurde heiß und lange diskutiert, ehe sich der Gemeinderat im November 1979 einstimmig für den jetzigen Standort entschied. Als dieses Problem gelöst war, tauchte das nächste auf. Wie sollte man ein Clubhaus bauen ohne einen Pfennig Geld in der Kasse? Doch nun bewiesen Vorstandschaft und Mitglieder viel Mut und gesunden Optimismus. Wenn kein Geld da war, musste eben sehr vieles als Eigenleistung in das Vorhaben eingebracht werden. Nachdem man sich bei einigen Vereinen Anregungen eingeholt hatte, konnte den Mitgliedern im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im April 1980 Baupläne und ein Finanzierungsplan vorgelegt werden. Am 20. September 1980 erfolgte der erste Spatenstich und danach wurde 12 Monate lang in täglich drei Schichten fast rund um die Uhr gearbeitet. Über 110 freiwillige Helfer leisteten dabei mehr als 15.000 Arbeitsstunden, in denen sie häufig berufsfremd eingesetzt wurden wie zum Beispiel ein Industriekaufmann, ein Automechaniker und ein Omnibusfahrer, die sich erfolgreich als Fliesenleger bewiesen. Natürlich gab es auch lustige Episoden während der Bauzeit, wie etwa die des in Orsingen ohne Verpflegung vergessenen Trupps, der schließlich in Ermangelung eines Messers den Laib Brot mit der Motorsäge aufschneiden musste. Da die Helfer auch hierbei des notwendige Geschick bewiesen, konnte das neue Clubhaus mit Clublo- kal, Küche, Nebenräumen, Regieraum, sanitären Einrichtungen, Duschen und Umkleideräumen, ei- nem Schiedsrichter- und Sanitätsraum sowie einem Sitzungsraum nach nur 12 monatiger, unfallfreier Bauzeit, im Jahr des Aufstiegs der Ersten in die Bezirksliga, am 13. November 1981 feierlich eingeweiht werden. Auf diese Leistung kann der FC, der inzwischen alle Verpflichtungen getilgt hat, zu Recht stolz sein.
|
|
|