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Mit der Kraft der Sonne

Projektleiterin Stefanie Hambalek und SWR-Geschäftsführer Andreas Reinhardt unterzeichneten jüngst die ersten 80 Anschlussverträge für das geplante Bioenergiedorf in Liggeringen. swb-Bild: gü

SWR treiben Solarenergiedorf in Liggeringen weiter voran

Liggeringen (gü). Die Stadtwerke beabsichtigen, Liggeringen in ein Solarenergiedorf umzuwandeln (das WOCHENBLATT berichtete). Damit würde der Radolfzeller Ortsteil zu einem Leuchtturmprojekt in Sachen Energiegewinnung im WOCHENBLATT-Land werden, wie der Geschäftsführer der SWR, Andreas Reinhardt, jüngst gegenüber dieser Zeitung erklärte. Rund fünf Millionen Euro beabsichtigen die SWR, in das Projekt zu investieren. Das passende Grundstück zu finden, nannte Reinhardt als eines der wichtigsten Kriterien bei der Umsetzung des Projektes. Und wie der SWR-Geschäftsführer jüngst gegenüber dem WOCHENBLATT erklärte, sei man nun einen Schritt weiter. In der Nähe des Friedhofes, am nord-westlichen Rand Liggeringens sollen die insgesamt rund 9.000 Quadratmeter großen Pufferspeicher, die Heizzentrale und die Solarkollektoren untergebracht werden. Zudem müsse, so betonte Projektleiterin Stefanie Hambalek, die Kunde-Akquise weiter vorangetrieben werden. Die ersten 80 Anschlussverträge konnten zwar bereits unterzeichnet werden, aber bis zum Oktober müssen sich noch rund 50 weitere Liggeringer finden, um die Wirtschaftlichkeit des Solarenergiedorfes zu gewährleisten. Liggeringens Ortsvorsteher Hermann Leiz hob im Gespräch mit dem WOCHENBLATT nochmals die Bedeutung eines solchen Projektes für Liggeringen hervor: »Der Ortschaftsrat steht hinter dem Projekt. Ein Solarenergiedorf ist nachhaltig und in der Region einzigartig«, sagte er. Und um mit gutem Beispiel voranzugehen, hat Leiz als einer der ersten Einwohner den Anschlussvertrag mit den SWR unterschrieben. Sollten sich die rund 130 Liggeringer finden, die nötig sind, um das Projekt zu realisieren, so könnte nach Angaben Reinhardts und Hambalek ein Spatenstich im Frühsommer 2017 erfolgen. Beide rechnen mit einer Bauzeit von rund einem Jahr, sodass das Solarenergiedorf 2018 eingeweiht werden könnte.

 

 

Wochenblatt Redakteur @: Matthias Güntert