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Zukunftspläne ohne Gebührenerhöhung

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Gut aufgestellte Stadtwerke

Singen (stm). Die Planungen der Stadtwerke für 2016 lesen sich positiv. Der Bau des neuen Wertstoffhof auf dem ehemaligen Okle-Grundstück »Gaisenrain« und »Freibühlstraße« wurde begonnen. Ob das 2,3 Millionen teure Projekt noch 2016 fertiggestellt werden kann, wie Finanzchef Ulrich Sprinkart im Betriebsausschuss der Stadtwerke am Mittwoch andeutete, ist noch fraglich. Ebenso ob daneben tatsächlich, wie von den Stadtwerken erhofft, ihr neues Betriebsgebäude gebaut wird. Hierfür seien weiterhin stabile Erträge die Voraussetzung, machte Oberbürgermeister Bernd Häusler deutlich. In diesem Falle könnten erste Pläne im Herbst 2016 auf dem Tisch liegen, so Häusler. Hierfür sind im Investitionshaushalt der Stadtwerke 2016 bereits 750.000 Euro eingestellt. Insgesamt seien für das neue Betriebsgebäude 7,47 Millionen Euro an Mitteln bis 2018 etatisiert und damit um einiges weniger als die bis zu zehn Millionen Euro, von denen in früheren Planungen die Rede war, wie sich Christel Höpfner (SPD) erinnerte. Zudem gab OB Häusler auf Nachfrage bekannt, dass die Verhandlungen zum Kauf des derzeit an den Klinikverbund verpachteten Parkhauses beim Singener Krankenhaus zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen sind. Das Parkhaus werde zum 1. Januar von den Stadtwerken für eine Restwertkaufsumme von rund drei Millionen Euro an den Klinikverbund verkauft.  Zudem ist auch der Verkauf des Omnibusbahnhofs geplant. Ein Interessent sei der neue Stadtbusbetreiber Schmidbauer, verriet Häusler. Doch es gebe noch weitere Interessenten. Bis Mitte 2016 werde die wirtschaftlichste Lösung gefunden, versprach Häusler. Sprinkart erinnerte im Ausschuss an die moderate Preiserhöhung beim Stadtbus. Ansonsten zeigte der Stadtwerkefinanzchef einen ausgeglichenen Querverbund mit stabilen Erlösen auf und wies auf die seit 2009 konstanten Preise für die Wasserversorgung in Singen hin. Es seien auch in Zukunft keine großen Instandsetzungen nötig. Auch bei der Abwasserversorgung gebe es 2013 bis 2015 ein sehr gutes Ergebnis.  Derzeit bestehe eine Überdeckung von etwa zwei Millionen Euro. Doch aufgrund der im Klärwerk Ramsen notwendigen vierten Reinigungsstufe kommen Kosten von neun Franken pro Einwohner hinzu. Dennoch bleiben die Kosten bis Ende 2017 stabil, verspricht Sprinkart. Auch bei den Müllgebühren sei keine Änderung nötig. Stolz verweist er zudem auf das Einsparpotenzial durch die LED-Beleuchtung von über einer Million Kilowattstunden.

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr

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