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Das Rollidorf als Jungbrunn

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Zu den Gratulanten gehörte Engens Käsebotschafter Bürgermeister Johannes Moser (im Bild rechts). swb-Bild: hz

Launig-humoriger Zunftmeisterempfang in Welschingen

Welschingen (hz).  „Genau so haben wir uns die Narrentage vorgestellt“ sagte der Zunftmeister der Jubiläumszunft Werner Kohler am letzten Sonntag in der Unterkirche beim Zunftmeister- und Dirigentenempfang und bilanzierte: „Im gesamten Rollidorf herrschte während drei Tage eine ausgelassene, närrische und friedliche Fasnachtsstimmung“.

Selbst die alteingesessenen Fastnächtler zollten der Organisation ihr allerhöchstes Lob. Sie bedankten sich bei der Zunft für ein außergewöhnliches Fasnachtsevent. Mit den Welschinger Narrentagen der Narrenvereinigung Hegau Bodensee feierte man am letzten Wochenende am Fuße des Hohenhewen 110 Jahre Narrenverein und 60 Jahre Rolli Zunft Welschingen e.V.   Zu den Höhepunkten zählten freilich der Narrennachtumzug mit Guggen, Hexen, Teufeln und Geistern, der geschichtliche Festumzug mit Motiv- und Festwagen, sowie der farbenprächtige Geburtstagsumzug mit 53 Zünften, Musikkapellen, Fanfarenzügen und Schalmeien. Zu den Gratulanten gehörten mehr als 5.000 Hästräger und tausende Geburtstagsgäste, die das Geschehen am Straßenrand verfolgten.

Am Sonntagmorgen gab es in der St. Jakobuskirche in Welschingen eine Festmesse und zu den Gratulanten beim Zunftmeister- und Dirigentenempfang gehörte auch Engens Bürgermeister Johannes Moser als Käsebotschafter. Landrat Frank Hämmerle gratulierte mit einem „Geldsäckel“ und versprach seinen Wiederbesuch zum 1.000-jährigen Jubiläum. Der Abgeordnete Wolfgang Reuther schlug vor, die Besenwirtschaften vom Narrendorf zu erhalten und als Flüchtlingsunterkünfte zur Verfügung zu stellen und Hans-Peter Storz versuchte das Wort „Rolli Zunft“ herzuleiten. Nachdem klar war, dass die Zunft nichts mit den Rollatoren älterer Mitbürger zu tun hat, ergriff Zunftmeister Kohler das Wort und zitierte mit einem kräftigen Narro aus der Zunftsatzung: „Bei der Rollizunft wird jung und unverheiratet geblieben, gesoffen bis an das Ende, gerade so wie der Pabst lebenslänglich im Amt bleibt“.

Die Frage, warum der Narrenbaum beim Stellen am Samstagvormittag zu Bruch ging, wird wohl niemand richtig beantworten können. Für den Präsidenten der Narrenvereinigung Hegau Bodensee Rainer Hespeler war es klar. Bei den Nenzinger Moofänger-Holzer, die für das Baumkstellen verantwortlich waren, werden zwei „Dürrständer zu einem Narrenbaum zusammengebunden. Aufgrund des Missgeschicks kündigte Werner Kohler die lebenslängliche Freundschaft der Rolli-Holzer mit den Moofängern an. Narrenpräsident Hespeler überreichte der Rollizunft ein Geburtstagsgeschenk. Die Moofängern mit ihrem Zunftmeister Alois Seeliger bekamen einen 1,50 m hohen Ersatznarrenbaum.    

 

 

Wochenblatt @: Achim Holzmann

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