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Ein Kunstwerk aus kleinen Steinchen

Ferienprogramm Mosaikstühle bauen
Im Ferienprogramm erstellten die teilnehmenden Kinder unter fachkundiger Anleitung von Dorothea Kalberer Mosaiken für zwei Mosaikstühle, die im Stadtgarten aufgestellt werden sollen. swb-Bild: ml

Ortsansässige Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund haben beim Projekt der Kulturbrücke Stockach gemeinsam zwei Mosaikstühle geschaffen.

Stockach. Im Rahmen des Ferienprogramms brachte der Verein Kulturbrücke e.V. während einer vom Deutschen Kinderhilfswerk geförderten Aktion Kinder aus Stockach und Kinder mit Migrationshintergrund zusammen. Sie verzierten gemeinsam zwei Mosaikstühle für den Rathausbereich.

Das Gewusel vor dem Stockacher Rathaus war schon von Beginn an groß: Beim Mosaikstuhl-Bauen trafen Kinder im Vorschulalter auf Elf- bis Zwölfjährige und sogar auf einige Erwachsene, die hier ihre künstlerischen Fähigkeiten erprobten. Die freie Mosaik-Künstlerin Dorothea Kalberer erklärte geduldig, wie sich eine Zeichnung in Mosaiksteine umsetzen lässt. Sie erläuterte, dass bei dem zweitägigen Programm das gemeinsame Tun überaus wichtig sei. »Man ist mehrere Tage zusammen und schafft am Ende etwas Bleibendes.«
Die Mosaikstühle, von denen einer eine Stele als Lehne erhalten soll, werden sich vor dem Rathaus gegenüberstehen - am Donnerstag, 5. September, werden die kunstvollen Sitzgelegenheiten dort im Beisein eines Vertreters des Deutschen Kinderhilfswerks ihren Platz erhalten, erläutert Christiane Pieper vom Verein Kulturbrücke Stockach. Das Rahmenprojekt mit Geflüchteten, an dem das Kinderhilfswerk beteiligt sei, laufe bereits seit Januar. Die »Mosaikstuhl-Aktion« bilde nun einen Höhepunkt und Abschluss.
Währenddessen erklärt Dorothea Kalberer, wie ein Entwurf zum Mosaik wird: Die auf Papier gezeichnete Vorlage werde mit einer Plastikfolie abgedeckt. Auf ein Kunststoffnetz über der Folie werden zuvor zerkleinerte Fliesenscherben provisorisch aufgeklebt, damit das Mosaikmuster fixiert bleibt. Auf dem Stuhl selbst werde das Muster schließlich mit Fliesenkleber permanent aufgeklebt. Dorothea Kalberer sagt: »Auch wenn es sich um unterschiedlichste Motive handelt, kommt am Ende alles wieder in einem großen Ganzen zusammen.«

Wochenblatt Redakteur @: Marius Lechler