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Ein Ort an dem sich Himmel und Erde berühren

Hospiz
Der von Architekt Wolfgang Riede übergebene Schlüssel fürs neue Hospiz "Horizont" ist so groß, dass er aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden musste. swb-Bild: of

Große Signale zur Einweihung des Hospiz "Horizont"

Singen (of). Mit einer großen Feier und ganz vielen Zeichen wurde am Samstag das neue Hospiz „Horizont“ in  Singen eingeweiht. Fast sieben Millionen Euro wurden in das Projekt investiert, das sich 25 Jahre nach der Gründung des Hospizverein Singen-Hegau und drei Jahre nach dem Start der Bauarbeiten nun mit einem Tag der offenen Türe vorstellen konnte.

Da durfte in der Kirche St. Peter und Paul eifrigst geklatscht und dank gesagt werden. 25 Jahre nach der Gründung des Hospizverein Singen-Hegau, der sich durch die Initianten, von Anfang an das Ziel gesetzt hatte, ein stationäres Hospiz zu errichten und auch zu betreiben, konnte nun die Einweihung des Bauwerks unter der Regie des ökumenischen Modellprojekts „Horizont“ gefeiert werden. In einer Festmesse in der Kirche wurde in Interviews durch Barbara Paul die lange Geschichte und das werden in Interviews mit der Vorsitzenden des Hospizvereins, mit Wolfgang Heintschel (Caritas) und Christian Grams (Diakonie), mit Architekt Wolfgang Riede und seiner Bauleiterin Birgit Winkler, mit OB Bernd Häsler als Aufsichtsratsvorsitzendem der Betreibergesellschaft, mit der Pflegedienstleiterin Iris Eggensberger Rückblick gehalten. Und dafür war sogar der Chor, der diesen Festakt begleitete, ein ökumenisches Projekt. „Ein Ort an dem sich Himmel und Erde berühren sollen“, brachte es Pfarrerin Sandra Hart im gemeinsamen geistlichen Impuls zusammen mit Dekan Matthias Zimmermann und Dekanin Hiltrud Schneider-Zimbal auf den Punkt.  Auch wenn es ein Ort für den letzten Weg sei, so stehe die lebensbejahende Wirkung dieser Einrichtung im Mittelpunkt, nämlich bis zum letzten Augenblick in Würde leben zu können.

In den Grußworten überbrachte Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger die Grüße von Sozialminister Manne Lucha neben ihren Glückwünschen. Sozialdezernent Stefan Basel wertete dies als großen Tag nicht nur für die Stadt Singen sondern für den ganzen Landkreis. Der Kreis stehe hinter dem Projekt, das eine Versorgungslücke schließe in dem Jahr der Kreistag  Jürgen Keck ging auf die Konkurrenz zwischen Singen und Radolfzell ein und gemahnte daran von Kirchturmdenken Abschied zu nehmen. Es sei gut nun einen Ort zu haben für allen.

Nach dem Zug von der Kirche zum Hospiz wurde von den Vertretern aller Landkreisgemeinden und auch der Städte inklusive Konstanz an ein Paar Ginkgo-Bäume jeweils ein Säckchen Erde eingebracht um damit symbolisch die Gemeinschaft des ganzen Landkreises für dieses Hospizzentrum zu dokumentieren. Bürgermeister Hans-Peter Lehmann aus Mühlhausen-Ehingen, der hier für den Gemeindetag spracht, unterstrich, dass Singen hier erneut als Ziehmutter des Hegau fungiere. 

Es gab noch so manches andere bedeutende Signal. Irmgard Schellhammer war beim Ausmisten des Wetzstein-Villa noch auf Kissen der alten Eigentümerin gestoßen. Handbestickt mit "Mit Gottes Segen", die an die Leitung des Heims übergeben wurden.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler