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Die Zeugin der Anklage

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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger möchte wieder ihre Klingen mit Alexander Dobrindt kreuzen.swb-Bild Tobias Koch

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kommt nach Stockach

Stockach (sw). Entlastung für Kläger Thomas Warndorf. Er erhält am Donnerstag, 4. Februar, bei der Verhandlung vor dem Stockacher Narrengericht gegen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Unterstützung: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wird als Belastungszeugin aussagen. Beide sind keine dicken Freunde: »Dobrindt und Leutheusser-Schnarrenberger haben bereits während der schwarz-gelben Koalition in Bayern die parteipolitischen Klingen gekreuzt«, erklärt Narrenschreiber Jürgen Koterzyna im Pressetext. Die ehemalige Bundes-Justizministerin und Ex-Landesvorsitzende der FDP könne auch sehr nachtragend sein. Sie ist seit Juni 2014 Mitglied im Beirat von Google »zum Recht Recht auf Vergessen«.

 

Das minimiert Dobrindts Chancen auf einen Freispruch noch weiter. Ja, es könnte eng werden für den CSU-Mann aus Bayern. Belastungszeugen hätte der Kläger viele haben können, doch die Entlastungszeugen seien in ihrer Anzahl überschaubar, so Jürgen Koterzyna. Doch Verteider und Fürsprech Michael Nadig habe nebulös einen echten Kracher angekündigt, der kurzfristig in Stockach landen: »Notfalls müssen wir ihn einfliegen lassen.«

 

Das Stockacher Narrengericht wird am »Schmotzigen Dunschdig«, also am Donnerstag, 4. Februar, ab 17 Uhr in der Jahnhalle tagen und Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, aburteilen. Karten gibt es unter karten@narrengericht.de oder unter 07771/80 23 00.

Wochenblatt Redakteur @: Simone Weiß

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