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Nicht aus alten Fehlern gelernt

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Leserbrief zum ECE von Helmut Schafheitle aus Singen

Singen. Zu den aktuellen Planungen für ein ECE-Shoppingcenter in Singen wird uns geschrieben:

»Der beabsichtigte ECE-Konsumtempel ist nach meiner Auffassung viel zu groß für die Innenstadt. Diese Projektierung würde eine ganz massive Zerstörungswelle am Bahnhofsplatz beinhalten. Man kann für den angeblichen Preis eines fragwürdigen Fortschritts nicht die Traditionen und die Vielfalt mittelständischer Unternehmen beinahe auf einem Scheiterhaufen landen lassen.

Schon jetzt haben einige Modehäuser und anerkannte Fachgeschäfte ihre Läden runtergelassen. Das ist eine beunruhigende Tendenz und die Anziehungskraft der Stadt mit ihrer Urbanität wird dadurch nicht größer. Vorstellbar wäre vielleicht eine Ansiedlung weiterer Hypermärkte in der Südoststadt, aber nicht in der Stadtmitte.

Das bauliche Desaster Singens fing bereits mit der sinnlosen Zerstörung des Central-Hotels an. Einige Jahrzehnte danach wurde die Kunsthalle ruiniert. Die Marktpassage wurde auch beseitigt und diese negativen Beispiele lassen sich leider beliebig fortführen. So wartet man bislang auch auf dem Rathausplatz vergeblich auf mehr Lernfähigkeit.«


Helmut Schafheitle, Singen

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler

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