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29.06.13

Keine Gemeinschaftsschule in Öhningen

Mit 11 Gemeinderatsstimmen abgelehnt


Öhningen (pud). Eine Gemeinschaftsschule (GMS) am Standort Öhningen wird es nicht geben. Mit 11 Stimmen lehnte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung klar den Antrag des Schulleiters Günter Weigert ab, die Einführung dieses Schultyps zu beantragen. Zuvor hatte Bürgermeister Andreas Schmid vorgeschlagen, eine GMS zwar zu beantragen, aber die Standortfrage offen zu lassen. Denn die Zentralität Gaienhofens dürfe man nicht abstreiten, so Schmid. Gemeinderat Heinz-Günther Bareither widersprach Schmid, da sich der Gemeinderat damit »aller Spielräume« berauben würde. Gemeinderat Bruno Bohner favorisierte stattdessen eine GMS unter einer Trägerschaft, zum Beispiel des Gemeindeverwaltungsverbands Höri. Dies sei leichter umzusetzen, meinte er. Ratsmitglied Kurt Fürst wandte ein, dass die Gemeinde Moos von einer gemeinsamen Trägerschaft nichts hätte, weil sie »Geld einbringen« müsste. Man müsse vielmehr »möglichst schnell zielführend« mit Gaienhofen hinsichtlich einer GMS dort zusammenarbeiten. Kollegin Andrea Dix forderte, dass alle Höri-Gemeinden Träger der Schule sein sollten, um den Einfluss zur Gestaltung nicht zu verlieren. Weigert begründetet seinen Antrag wortreich. Der Unterschied von der GMS zur Werkrealschule, wie es sie in Gaienhofen gibt, bestehe beispielsweise darin, dass an der GMS alle Schultypen bis zum Abitur angeboten werden. Zudem würden Lehrer aller Schultypen dort unterrichten. Die benötigten Schülerzahlen wären kein Problem, da nicht nur die Fünftklässler, sondern alle Grundschüler auf der Höri »Grundvoraussetzung« für eine GMS wären. Vor allem Fürst widerlegte Weigert in vielen Punkten. So zweifelte er die Möglichkeit des Abiturs in Öhningen an, weil dafür eine dreizügige Oberstufe notwendig sei.


Von: Matthias Güntert