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Nicht mehr Straftaten durch Flüchtlinge

Job Center Stockach
Das Stockacher Job-Center wird trotz früherer Zentralisierungspläne an einem Standort nicht geschlossen. Diese Pläne sind vom Tisch. swb-Bild: sw

Claudia Weber-Bastong zu Migrations-, Arbeitsmarkt- und Schulpolitik auf Kreisebene

Raum Stockach. Einen verbalen Rundumschlag quer durch sämtliche Themen auf Kreisebene machte Kreisrätin Claudia Weber-Bastong in einem ausführlichen Statement. Im Rahmen der Mitgliederversammlung des SPD-Stadtverbands Stockach gab die Genossin einen breiten Überblick über Fragen zu Flüchtlings-, Bildungs-,  Arbeitsmarkt- und Verkehrspolitik.

 

Kernthema dabei: die Flüchtlingsunterbringung. Und damit verbunden die Sicherheitslage. Der Vorwurf, Straftaten von Menschen mit Migrationshintergrund würden von der Polizei bewusst verschwiegen, ist nach Darstellung von Claudia Weber-Bastong nicht haltbar. Die Kriminalität ist ihrer Darstellung nach im Landkreis nur gering angestiegen, und diese Zunahme sei eher durch deutsche Jugendliche begründet. Vorfälle in Gemeinschaftsunterkünften der Flüchtlinge seien auf die Enge des Raumes und ein Gefühl der Benachteiligung zurückzuführen. Zu Straftaten dieser Klientel würde es naturgemäß aber durch illegale Einreisen kommen: »Wir sind eben eine Grenzregion.«

 

Die Berufsschulen sieht die Genossin vor schweren künftigen Herausforderungen. Konstanz sei durch seine städtische Attraktivität außen vor, doch die Bildungseinrichtungen in Stockach und Radolfzell haben ihrer Darstellung nach künftig unter dem demografischen Wandel zu leiden. Berufe wie Maurer, Gärtner oder Bäcker seien bei jungen Menschen sehr unbeliebt geworden, was auch bei der Ausstattung der Schulen berücksichtigt werden müsse. Das Regierungspräsidium Freiburg ist hier laut Claudia Weber-Bastong sehr rigoros: Ausbildungsgänge, die innerhalb von zwei Jahren nicht mindestens 16 Schüler anziehen, werden geschlossen. Immer weniger Jugendliche – darunter leidet auch die duale Ausbildung. Bis 2025 soll es an den Berufsschulen in Stockach und Radolfzell zahlreiche Klassen weniger geben.

 

Entwarnung konnte die Kreisrätin bei der anvisierten Schließung des Job-Centers im Stockacher Rathaus geben. Nachdem die Räumlichkeiten im Rathaus in Singen weggefallen sind, war laut über die Errichtung einer zentralen Einrichtung an einem Einheitsstandort nachgedacht worden. Das aber hätte für Klienten aus dem Stockacher Raum lange, zeitintensive und kostenpflichtige Anfahrten zur Folge gehabt. Daher wurde das Ansinnen abgelehnt: Ein zentrales Job-Center mit Schließung der Stockacher Einrichtung wird es nicht geben.

 

Mit Blick auf die Bodenseegürtelbahn möchte sich Claudia Weber-Bastong auf Kreisebene für einen Haltepunkt in Espasingen einsetzen, und wegen der hohen Nachfrage sollen im Landkreis Konstanz 14.000 neue Wohneinheiten gebaut werden.

verant. Red. @: Simone Weiß

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