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Petitionsausschuss für Erhalt des Landeplatz Konstanz

Flugplatz KN
Der Verkehrslandeplatz in Konstanz kann erhalten werden. Daz soll es bald eine Entscheidung des Landtags geben, nachdem der Potitionsaussschuss nach drei Jahren eine postive Einigung erzielt hat. swb-Bild: of

Jürgen Keck zeigt sich froh über die erreichte Lösung/ Landtagsbeschluss steht noch aus

Konstanz. Der Verkehrslandeplatz Konstanz wird in abgespeckter Variante weiter bestehen können. Eine Petition hatte sich gegen Pläne der Stadt gewandt, die gesamte Start- und Landesbahn in Gewerbefläche umzuwandeln. Nach einem Vorort-Termin und intensiver Befassung hatte der Petitionsausschuss einen Runden Tisch angestoßen, der den Kompromiss erarbeitete, Flugpiste und Rollbahn Richtung Süden zu verschieben und die restliche Fläche zu einem Gewerbegebiet umzuwidmen. Der Petitionsausschuss des Landtags beschloss deshalb in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig, die Petition für erledigt zu erklären. „Aufgrund des Petitionsverfahrens haben sich alle Beteiligten an einen Tisch gesetzt und eine gute Lösung für alle gefunden“, so die Ausschussvorsitzende Beate Böhlen (Grüne). „Der Fall des Konstanzer Flugplatzes ist das Paradebeispiel einer erfolgreich erledigten Petition", meinte sie.

Ausgangspunkt des Falles waren die Pläne der Stadt Konstanz, auf Basis einer Hochrechnung die Gewerbeflächen der Stadt auf 31 Hektar auszudehnen und sah vor, den 1055 mal 60 Meter messenden Grasstreifen des Landesplatzes umzuwidmen. Dagegen hatte sich die Petition vom Juli 2015 gewandt  unter anderem  mit dem Verweis auf die Nutzung für wissenschaftlichen Drohnenflug.

Das Regierungspräsidium Stuttgart als koordinierende Mittelbehörde des Landesverkehrsministeriums, die Stadt Konstanz und Vertreter des Landeplatzes einigten sich auf den Kompromiss, Flugpiste und Rollbahn auf 995 Meter Länge und 40 Meter Breite zu verschmälern und den frei werdenden Geländestreifen nach Süden Richtung Bahnhaltepunkt Konstanz-Wollmatingen für gewerbliche Nutzung vorzusehen. Der Gemeinderat hat dem Vorschlag zugestimmt, das Änderungsverfahren läuft. Flugsicherung und Flugplatzbetreiber gaben grünes Licht. „Der Petitionsausschuss begrüßt diesen Kompromiss, der die maximal mögliche Gewerbeflächenentwicklung bei gleichzeitigem Erhalt der Flugbetriebs vorsieht“, so die Vorsitzende Böhlen.

Jürgen Keck, Landtagsabgeordneter im Wahlreis Konstanz / Radolfzell und Obmann der FDP/DVP-Fraktion im Petitionsausschuss, begrüßt in einer Medienmitteilung diese Einigung. „Ich bin erfreut, dass es allen Beteiligten gelungen ist, einen Kompromissvorschlag zu erarbeiten, sodass der Verkehrslandeplatz in Konstanz erhalten bleibt. Ein langer Prozess, der mit der Petition aus dem Sommer 2015 seinen Eingang in den Landtag gefunden hat, nimmt so ein gutes Ende. Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins konnte ich mir auch als Berichterstatter in der Petitionsangelegenheit im Oktober 2016 selbst ein Bild von der Situation machen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, dass sie so respektvoll und vertrauensvoll miteinander umgegangen sind und ein Kompromiss möglich war. Für die Region Konstanz ist diese gefundene Lösung sowohl für den Wirtschaftsstandort als auch für den gesellschaftlichen Aspekt ein voller Erfolg. Der lange Atem hat sich gelohnt“, so Jürgen Keck am Donnerstag.

Die Petition zum Erhalt des Verkehrsplatzes Konstanz (15/05357) wurde im Petitionsausschuss am 14. Februar 2019 beraten und soll in einer der nächsten Landtagssitzungen im Plenum beschlossen werden. Mit dem Beschluss im Landtag endet das Petitionsverfahren dann auch formal.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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