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Junge Union kritisiert Wohnungsbau

Vor allem bezahlbare, kleine Wohnungen für junge Menschen fehlen

Radolfzell (gü). Die Junge Union Untersee kritisiert den derzeit stattfindenden Wohnungsbau in Radolfzell. Zwar habe die Stadt endlich die Dringlichkeit neuer Wohnungen erkannt, die Maßnahmen eignen sich jedoch keinesfalls zur Entspannung der extremen Wohnungsknappheit. »Es fehlt vor allem an bezahlbaren, kleinen Wohnungen für junge Leute wie Auszubildende oder Studenten«, so Marco Vouk, Vorsitzender der Jungen Union. Die Forderungen nach derartigem Wohnraum würden immer wieder als unbegründet zurückgewiesen, tatsächlich gebe es diesen Bedarf aber, ergänzt Sabrina Weidlich, stellvertretende Vorsitzende.
Zudem besorgt die Junge Union die Entwicklung des Preisniveaus für Wohnraum in Radolfzell. »Die Befürchtungen der hohen Preise durch den Investorenbau haben sich bei Quadratmeterpreisen zwischen fast 5.000 bis 8.000€ Euro bestätigt«, bemängelt Felix Knaus, Finanzreferent der JU. Gerade für Junge Familien sind solche Preise nicht finanzierbar. Es besteht die Sorge, dass die neu geschaffenen Wohnungen zu Zweitwohnungen derer werden, welche sich diese leisten können. »So schaffen wir Leerstand und tragen zu keinerlei Entspannung des Wohnungsmarktes bei«, befürchtet Knaus. »Außerdem sehen wir die Gefahr massiv teurer Mietpreise für diese Wohnungen durch eine Nutzung dieser als Kapitalanlage«, ergänzt Christoph Zeiser, Medienreferent der JU. Die Deklaration des Neubaugebiets am »Bosch«-Areal als inklusiver, sozialer Wohnungsbau entpuppt sich als Schein. Stattdessen entstehen Wohnungen, die für die Mehrheit der Bürger, gerade auch für die jungen Menschen in unserer Stadt, unerschwinglich bleiben.

Wochenblatt Redakteur @: Matthias Güntert