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Nur halber Zuschuss für »Musica Maris«

Ausschuss bewilligt 21.300 Euro Förderung nicht

Radolfzell (gü). Nachdem sich der Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung gegen die Bespielung der Konzertmuschel an drei Abendterminen durch »Musica Maris« ausgesprochen hatte (das WOCHENBLATT berichtete), musste der neue Verein eine weitere bittere Pille schlucken. Einem Antrag über einen städtischen Zuschuss über 21.300 Euro erteilte das Gremium mehrheitlich eine Absage. Lediglich 10.000 Euro für die Veranstaltungen von »Musica Maris« im »Bokle« wurden von den Ausschussmitgliedern bewilligt. Die Auszahlung, mit denen die PeripherSessions im Kulturzentrum finanziert werden, sollen wie bisher auch nach Vorlagen der entsprechenden Abbrechungen erfolgen, gab Bürgermeisterin Monika Laule bekannt.
Wie Marcus Greineder, Vorsitzender von »Musicas Maris«, in der Ausschusssitzung mitteilte, seien die Sessions im »Bokle« 2015 durchweg gut besucht gewesen. »Die Kooperation hat sich eingespielt, Wir haben das Besucherspektrum des »Bokles« durch unsere sechs Livekonzerte erweitern können«, sagte er.
Diese Aussage konnte jedoch nicht jeden Kommunalpolitiker überzeugen. Gegenwind gab es beispielsweise aus dem Lager der FDP. »Wenn es eine weitere Abspaltung gibt, räumen wir dieser dann auch eine 20.000-Euro-Bezuschussung ein«, fragte Josef-Joachim Reckziegel. Das Ende der Fahnenstange sei seiner Meinung nach erreicht. Seine Sorgen konnte Angélique Tracik, Fachbereichsleiterin Kultur, beiseite schieben: »Wir sind für eine kulturelle Vielfalt. Was wir aber nicht wollen, ist eine Vielfalt in derselben Musikrichtung.«

Wochenblatt @: Matthias Güntert


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