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Mittwoch, den 7. Mai 2008
Architektur der Farben
Singen (swb). Nur wenige Bereiche der zeitgenössischen Kunst sind- was die hohen Erwartungen an diese Kunst betrifft- ähnlich vorbelastet wie die vielen Erscheinungen einer "reduzierten Malerei", die sich, unter größtmöglicher Reduktion der Form, mit dem malerischen Prozess und dessen Analyse auseinandersetzen. Im schnellen Zugriff ist es nicht immer leicht zu erkennen, ob es dem Maler bei seiner künstlerischen Gestaltung einer Fläche mit Farbpigmenten um bloße Modulation und Oberflächengestaltung, um Wahrnehmung oder Kontemplation, um Konzept oder Transzendenz, um das Anfüllen oder um die Entleerung eines Bildes geht. Der Titel der Ausstellung neuester Werke des gebürtigen Konstanzers Thomas Bechinger im Städtischen Kunstmuseum in Singen lautet: "Was ist zu tun?". Der Künstler stellt sich die Frage: Was bleibt anderes zu tun als die Konzentration auf das eigene, künstlerische Tun mit der Farbe, das weitere Malen? Bechinger möchte seine Bilder nicht als Produkt oder Ergebnis verstanden wissen, sondern als Summe gestaltgewordener Erfahrungen mit Farbe. Die Malerei kennt hier lediglich Pinselspuren. Es liegt eine komplexe Architektur der Farben vor. Die Vernissage findet am Freitag, 9. Mai um 19.30 Uhr statt. Thomas Bechinger selbst wird am Freitag, 11. Juli um 19.30 Uhr über seine Arbeit sprechen. Die Ausstellung dauert bis zum 13. Juli.
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