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Mittwoch, den 7. Mai 2008
"Historische Stunde" Gemeinderat leitet Planungsphase für Projekt Bahna
Radolfzell (aj). Gestern fasste der Gemeinderat einstimmig den Grundsatzbeschluss, die Planungsphase für das Projekt Bahnareal/ Seezugang einzuleiten. Mit diesem "historischen Beschluss" wird der Weg frei gemacht, die Realisierung des Seezugangs konkret anzugehen. Sobald in diesem Jahr die Planungen abgeschlossen sind, liegen die Kosten für die einzelnen Maßnahmen wie Abriss des westlichen Bahnhofsgebäudes und neue barrierefreie Unterquerung der Gleise vor. Auf dieser Grundlage wird mit dem Regierungspräsidium Freiburg die Förderungen einzelner Maßnahmen geklärt. Dann steht fest, wieviel Geld die Stadt letztlich für die Verwirklichung ihres lange gehegten Wunsches in die Hand nehmen muss. Radolfzell hat gute Chancen, insgesamt über die Jahre verteilt 5,2 Millionen Euro Fördermittel zu bekommen. Den Rest der Kosten will sie mit den Geldern aus dem Anteilsverkauf der Stadtwerke an die Thüga finanzieren (4,4 Millionen Euro). Der geplante Gleisrückbau soll im Frühjahr 2009 beginnen, zeitlich versetzt wird Ende 2009 mit dem Bau der Unterquerung begonnen. Die Räte sprachen von einer "historischen Stunde" (Dietmar Baumgartner), von der Chance die einst "falsche Entscheidung" (Bahnhof am See) zu revidieren (Christof Stadler) und vom "richtigen Weg und richtigen Beschluss" (Cornelia Bambini-Adam). Martina Gleich mahnte den Hochwasserschutz nicht aus den Augen zu verlieren. Ein wichtiges Thema für den Rat war eine gute Regelung des Radwegeverkehrs, der die Unterquerung kreuzen wird und die finanzielle Beteiligung der Bahn am neuen Bahnhofsgebäude. Denn die Bahn will nichts bezahlen, obwohl der neue Bahnhof mittels Lift barrierefrei werden soll. Siegfried Lehmann wollte, dass die Bahn da mitzahlt. Er forderte zudem, dass der Gleisrückbau nicht an den Güterhallen, sondern an der Mooser Brücke enden soll.
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