|
|
Mittwoch, den 7. Mai 2008
"Gereichte Hände" Öhningen feiert 20 Jahre Partnerschaft mit Merinch
Öhningen (pud). Rund 30 Gäste aus dem französischen Städtchen Mérinchal bei Clermont-Ferrand weilten in Öhningen am vergangenen Wochenende. Anlass war die 20-jährige Partnerschaft zwischen beiden Kommunen. Die Gastgeber mit Eva Jellinek, Vorsitzende des Öhninger Freundschaftskomitees, an der Spitze hatten ihren Freunden unter anderem ein umfangreiches Ausflugsprogramm geboten. Dazu gehörten Besuche des Hohentwiels, der Insel Mainau und Konstanz. Zudem gab es ein gemeinsames Kochen, Folkloretänze und Pétanque in Öhningen. Der krönende Abschluss des von Herzlichkeit geprägten Treffens war der große Festabend in der Höristrandhalle in Wangen am Samstag. Für die gelungene Umrahmung sorgten der Gemischte Chor Eintracht Wangen, der Ein-Mann-Zirkus "Klarifari" Klaus Riedel sowie die New Orleans-Jazzer "Eden, Dix, and Friends". Der Chor erfreute unter anderem mit französischen Liedern, Riedel mit Fackel- und Messer-Jonglage und der Dixieland ging in die Beine auch von Ortsvorsteher Thomas von Gottberg. Als erster legte er mit einer feurigen Partnerin eine heiße Sohle auf das Parkett. Bürgermeister Andreas Schmid erinnerte an den Beginn der Partnerschaft. Sie begann mit einem Brief des ehemaligen Gendarmeriechefs in Radolfzell, Guy Boussange, 1984 an den "Bürgermeister von Wangen". Nach mehreren gegenseitigen Besuchen und zwei Abstimmungen in den Gemeinden unterzeichneten die beiden Bürgermeister Boussange und Hermann Lohner die Urkunden im Rahmen der 1200-Jahr-Feier Öhningens. "Wir feiern heute ein großes Fest. Doch in der Vergangenheit waren es eher die kleinen Anlässe und privaten Gelegenheiten, die den Grundstein für die langjährige Freundschaft legten", sagte Schmid. Marie-Francoise Ventenat, Bürgermeisterin von Mérinchal, betonte vor allem die menschlichen Beziehungen und die Tiefe der Partnerschaft. "Gereichte Hände" wurden angenommen. Insbesondere unter den Jugendlichen fanden "zukunftsweisende" Begegnungen statt. Gegenseitiger Respekt sei wichtig aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs heraus und im Hinblick auf die heutige globalisierte Welt, meinte Ventenat. Sowohl Jellinek als auch Marie-Christine Cluzel vom Freundschaftskomitee aus Mérinchal bedankten sich mit kurzen Worten für die regelmäßigen Treffen. Den persönlich gehaltenen Reden folgte der Austausch von Geschenken. So übergab unter anderem Schmid ein Bild von Öhningen, Ventenat einen seltenen Limousin-Teppich und Cluzel eine auf Stein gemalte Ansicht Mérinchals. 
|
|
|