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Mittwoch, den 7. Mai 2008
Über die Schulter geschaut Mettnau-Schule organisiert Austauschprogramm
Radolfzell (ce). Einen Austausch ganz besonderer Art pflegt die Mettnau-Schule seit kurzem mit einer Berufsschule im französischen Masevaux. Ziel des Projekts ist der Transfer von Ausbildungsinhalten in den Bereichen Altenpflege und Erziehung, sowie die Möglichkeit einer gemeinsamen Begegnung auf kultureller Ebene. "Durch das Programm sollen Berufsschüler international zusammen geführt werden um so auf beiden Seiten Berufsperspektiven zu schaffen", so Angelika Heirler, die als Französischlehrerin an der Mettnau-Schule tätig ist. Um sich ein Bild von der Arbeitsweise in französischen Pflegeheimen und Kindertagesstätten zu machen, reiste eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Mettnau-Schule im April für zwei Tage nach Masevaux. Am vergangenen Montag und Dienstag erfolgte nun der Gastbesuch der französischen Berufsschüler. Während der gegenseitigen Besuche konnten die Jugendlichen bei der Pflege und Erziehung viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede feststellen. Im Rahmen des Austauschprogramms wurden berufsspezifische Inhalte gelehrt und angewendet, darüber hinaus wurden praktische Erfahrungen mit pädagogischen Konzepten erörtert. Die Idee eines gemeinsamen Projekts entstand vor gut einem Jahr auf einer Fortbildung in Freiburg. Im Kontakt mit der französischen Berufsschule wurden viele Berührungspunkte gefunden, was zu der Überlegung führte ein Programm zu erarbeiten, wie man miteinander einen Unterricht gestalten könnte. In weiteren Gesprächen wurde die Idee konkretisiert und schließlich realisiert. Obwohl es bei der Begegnung der Schülerinnen und Schüler Sprachbarrieren gab, empfanden die Jugendlichen diese nicht als Hindernis, denn im Vordergrund des Zusammentreffens stand vor allem die Praxisorientierung. Die Jugendlichen bewerten den Austausch sehr positiv und profitieren von den vielen Eindrücken. "Es war wirklich interessant zu sehen, was in Frankreich anders ist, als in Deutschland", sagte Julia Mayer, die an der Mettnau-Schule eine Ausbildung zur Erzieherin macht. Den Jugendlichen wurden die Unterschiede der beiden Länder vor allem auch durch die Einblicke in verschiedene Aspekte des Berufslebens, wie Personalplanung, Bezahlung und Arbeitszeit deutlich gemacht. Schulleiter Gerhard Happel wünscht sich, "dass neben dem fachlichen Austausch auch private Freundschaften entstehen" Die Unterbringung der Jugendlichen in Gastfamilien, sowie ein kulturelles Rahmenprogramm, haben hierzu sicher beigetragen.
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