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Mittwoch, den 7. Mai 2008
Kartoffeln gegen Hunger "l;Pro Humanitate zog Bilanz / Neuer Kassier g
Singen / Engen (of). Eine beeindruckende Bilanz konnte der Verein "l;Pro Humanitate"l; im Rahmen seiner Hauptersammlung kürzlich im Singener Kulturzentrum Gems ziehen. Der Vorsitzende des Vereins, Dirk Hartig, berichtete von eine stattlichen Anzahl an Neuzugängen in den Verein. 20 neue Mitglieder konnten nach einem entsprechenden Aufruf in den Verbandsnachrichten des Vereins aus dem Kreis der Spender verzeichnet werden. Auch habe der Verband, trotz allgemein rückgängiger Tendenz, ein Plus bei den Spendeneingängen von 14,5 Prozent erreichen können. Das ermöglichte neben der humanitären Hilfe nach der gravierenden Hitzewelle im letzten Sommer in Moldawien auch eine Reihe weiterer dringend notwendiger Herzoperationen an Kindern in Moldawien, wo durch "l;Pro Humanitate"l; die Einrichtung eines Herzzentrums unterstützt wurde, möglich. 93 Kindern habe man inzwischen durch Operationen das Leben retten können, freute sich Hartig. Auch die WOCHENBLATT-Leser haben dazu mit ihrem Spenden beigetragen, wofür Hartig ausdrücklich dankte. Insgesamt 8 Hilfstransporte gingen im vergangenen Jahr in die Krisengebiete Moldawiens durch "l;Pro Humanitate"l;. 28,1 Tonnen hatten viele freiwillige Helferinnen hier in der Region gesammelt, 11 Tonnen Krankenhausmobiliar können nun in Moldawien eine große Hilfe leisten, 6 Tonnen Medikamente, gespendet von den Herstellern und eine Tonne medizinische Geräte kommen hinzu. 8,8 Tonnen Nahrungsmittel wurden ebenfalls auf die Reise geschickt, durch die Spenden konnte aber auch das meiste vor Ort in Moldawien besorgt werden. Ganz wichtig war der Transport von 9,9 Tonnen Schulmöbeln, für die viele Hegauer gespendet haben. Sie sollen in einer neu gebauten Schule im Ort Milestii-Noi zum Einsatz kommen. Die Einweihung der Schule wird derzeit allerdings noch durch ein Problem bei der Gaslieferung durch den russischen Konzern "l;Gazprom"l; verzögert, klagte Hartig vor den Mitgliedern. Eine weitere ganz wichtige Lieferung war im vergangenen Jahr der Transport der ehemaligen Heizzentrale des Milchwerk Radolfzell, die nun in der Nordrumänischen Gemeinde Savinesti in einem Hilfsprojekt ihren Dienst tut und im ersten Winter schon kostbare Wärme lieferte. Aktuell hat sich Pro Humanitate in diesem Frühjahr mit einer Saatkartoffelaktion engagiert, um damit bislang 450 Familien in ihren Gärten eine bessere Selbstversorgung zu ermöglichen. In diesen Tagen wird die Aktion noch fortgesetzt, allerdings kämpft der Verband hier gegen die Zeit, damit die Saatkartoffeln auch noch rechtzeitig in die Erde eingebracht werden können. Hierfür bittet "l;Pro Humanitate"l; noch um Spenden, um schnellstmöglich Saatkartoffeln ankaufen zu können. Rund 5.000 Euro werden für den Einkauf benötigt. Damit können hunderte von weiteren Familien vor einem drohenden Hunger nach der verheerenden Sommerdürre des letzten Jahres bewahrt werden. In diesem Jahr sind weitere Brunnenprojekte nötig, sagt Dirk Hartig. In weiten Landstrichen ist das Grundwasser durch die rücksichtslose Landwirtschaft früherer Jahrzehnte nicht mehr nutzbar. Um an sauberes Trinkwasser zu kommen, müsse zum Teil bis in eine Tiefe von 200 Metern gebohrt werden, mit entsprechenden Kosten. "l;Wenn wir in diesem Jahr nochmals eine gravierende Hitzeperiode bekommen, ist das Land am Ende"l;, schätzt Hartig die Notwenigkeit seiner Aktion ein. Schon viele Dörfer würden verlassen, weil es kein Wasser mehr gibt. Im Rahmen der Wahlen wurde Kassier Rudolf Babeck aus seinem Amt verabschiedet. Zeitliche Gründe gabe dafür den Ausschlag, nachdem sich Babeck inzwischen als Vorsitzender des Vereins "l;Widman hilft Kindern in der Region"l; engagiert. Zu seinem Nachfolger wurde Thomas Opitz gewählt. Die Spendenkonten von Pro Humanitate sind bei der Volksbank Hegau (BLZ 692 900 00) Konto 13 13 100, oder der Sparkasse Singen (BLZ 692 500 35) Konto 36 36 36 2. Mehr Informationen auch unter www.pro-humanitate.de
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