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Automeile
lädt ein
Singen
(li). Sommer muß es sein,
wenn die Minister strömen. Verkehrsminister Hermann Schaufler
weihte im Sommer noch die Westumfahrung und damit verbunden auch
die Singener Automeile ein. Doch dann endete schon bald seine
politische Laufbahn. So geht das eben: Weihen und keien! Gestürzt
ist der Herr Minister, doch nicht über Singen. Die Automeile
war ein alter Traum. Doch auch hier gab es mehr Trittbrettfahrer
als Aktionisten. Über 20 Jahre waren nötig, um aus einer
Vision eine Straße zu machen. Da gab es eine legendäre
Versammlung des ADAC im Järgerhaus"" in Singen,
wo der damalige Oberbürgermeister Friedhelm Möhrle erklärte,
er habe die staatlichen Zuschüsse für die West-und Osttangente
im Sack"". Die Presse schrieb es, und es gab Prügel.
Da habe er nie gesagt. Viele Jahre sollte es dauern, bis die Automeile
Realität werden konnte. Die Öffnung der Straße
war ein Teil des Festes im Jahr1998. Zwei neue Autohäuser
setzten die weiteren Signale. Der Audi-Hangar machte Singen zu
einem Zentrum in ganz Deutschland. 40 solche, optisch herausragende
Autohäuser entstanden. Singen war wegen seiner zentralen
Bedeutung ein erster Standort, bedingt durch das finanzielle Engagement
der Autohäuser Graf Hardenberg und Gohm. Neue Architektur
paarte sich mit neuen Vertriebsideen. Dazu gehörte der Smart.
Mit ihm darf man zum halben Preis parken, mit ihm darf man zum
halben Preis in die Waschstraße. Ein Zeitgeist-Auto gehört
zu Singen. Der Smart-Turm gehört am Jahresende schon zur
Stadt. Gewöhnungsbedürftig ist nichts mehr. Es sei denn
der Glasturm für Fez"", den Erlebnispark
von Hermann Maier auf dem Nachbargrundstück.

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