Jahresrückblick 1998
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* Dienstag 29. Dezember 1998

Hegauspots

Von drei Altbürgermeistern hieß es Abschied nehmen in diesem Herbst im Hegau: In Gailingen verstarb Martin Schneble im Oktober, Anfang November hieß es Abschied nehmen von Karl Riede in Hilzingen. Auch der ehemalige Bürgermeister von Bargen, Stefan Braun, mußte im November zu Grabe getragen werden.

Das wichtigste Fest in diesem Jahr in Mühlhausen-Ehingen war nicht das opulente Dorffest in Mühlhausen, auch nicht das Wasserfest, das den erfolgreichen Abschluß der umfassenden Neustrukturierung des Wasserversorgung mit Investitionen von über acht Millionen Mark abschloß, auch nicht das Verbandsmusikfest in Ehingen mit dem die Musikkapelle Ehingen ihr 150jähriges Bestehen feierte und leider von vielen Kapellen aus dem Verband im Stich gelassen wurde. Es war das Fest der "neuen Mitte", mit dem die Sparkasse ihr neues Geschäftshaus in Mühlhausen einweihte. Damit zeigt Bürgermeister Hans-Peter Lehmann den Weg in die Zukunft der Gemeinde auf: Er hatte sich nachhaltig für diesen Standort eingesetzt. Die politische Lösung ist nun zur Architektur geworden, die der Doppelgemeinde neue Chancen bietet.

Ein langer Streit um ein Kunstobjekt in Randegg konnte in diesem Jahr beendet werden: Eine riesige Flasche Mineralwasser sollte sich hier in einen Brunnen entleeren, doch irgendwie klappte es seit Jahren mit dem Künstler nicht. Nun hat sich der Gottmadinger Gemeinderat eines regionalen Künstlers besonnen. Joachim Schweikart wird nun den Randegger Künsterbrunnen bauen, und das schon im kommenden Jahr.

Windmühlenstreit in Biesendorf: Nicht Don Quichote, sondern Ortsvorsteher Ludwig Wachter mußte vor dem Florians-Prinzip einiger Mitbürger und des Ortschaftsrats den kürzeren Ziehen und zurücktreten. Er hatte vertreten, was das Gesetz zuließ, denn nach der Rechtslage im Ländle konnte er gar nicht gegen die Ausweisung eines theoretisch möglichen Standorts sein. die anderen waren’s aber, 500 Meter weg vom Ort die Vision einer Windmühle, das war ihnen zu nah.

Wichtigste Privatinvestition in diesem Jahr ist ohne Zweifel die Raststätte in Engen, die im Mai diesen Jahres eingeweiht werden konnte. Rolf und Elisabeth Riemensperger bracht in weniger als zwei Jahren fertig, was Behörden und Ämter über 20 Jahre lang nicht wagten. Der Erfolg gibt dem Mut der Gastronomen recht. Der Hegau brauchte eine Raststätte, auch als touristisches Tor für eine Ferienlandschaft! –of-

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