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Trotz
Seehofer erfolgreich
Radolfzell
(he). Die Radolfzeller Mettnaukur
durfte dieses Jahr gleich mehrfach jubilieren: Sie bekam die Scheffelvilla
für über sieben Millionen Mark, weil der Gemeinderat
einem auswärtigen Investor eine Absage erteilte. Dieser kam
auch über Kontakte zu Krankenhaus-Verwaltungsleiter Wolfgang
Hamerlak nach Radolfzell. Und: Die Mettnaukur wurde 40 Jahre jung
und feierte den runden Geburtstag in gebührendem Rahmen.
Das größte Lob kam vom Vertreter des Heilbäderverbandes
Baden-Württemberg: Sie haben die berühmte Lücke
gefunden, von denen uns Marketingexperten immer wieder erzählen."
Das war an Kurdirektor Heinz-Peter Schmal und sicherlich auch
an den Gemeinderat gerichtet, der auch 1998 über alles streitet,
nicht aber über die Kur. Der Kur hat das auch 1998 gedient:
Die Kurzarbeitsphase hat man überstanden, für dieses
Jahr erwartet Schmal immerhin einen kleinen Gewinn. 5300 Kurgäste
waren es dieses Jahr, die die Mettnaukur zur Gesundheitspflege
nutzten, 200 Arbeitsplätze bietet die Kur heute. Die Mettnaukur
hatte immer schon unterhaltende Momente. Mundartjournalist Walter
Fröhlich indes räumte am Festabend mit allen Gerüchten
über die Kur auf: Ein Vorurteil seit Kain und Abel,
die Mettnau sei ein Sündenbabel". Einen Wechsel an der
medizinischen Spitze der Kur gab es 1998: Dr. Ewald Lönne
ging und Dr. Michael Otto kam als neuer ärztlicher Direktor.
Vom Gemeinderat wurde die Kurbilanz des Jahres 1997 zum Jahresende
lobend aufgenommen und ohne große Debatte beschlossen: Bitte
Ruhe" galt in Sachen Kur auch 1998 nicht nur für Mettnaubesucher
. . .

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