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Tief
hinunter - hoch hinaus
Stockach
(bie). Tief hinunter hieß
es an vielen Stellen in Stockach im vergangenen Jahr. Das Josefsloch"
ist heute noch ein Symbol. Wo bis zu diesem Jahr das Josefsheim
stand, harrt Bauland künftiger Bebauung. Das Konstanzer Software-Unternehmen
Nissen und Velten will Arbeitsplätze in Stockach schaffen.
Heftig voran geht es derweil am Hägerweg. 1998 war Spatenstich
zum Großprojekt Parkhaus Innenstadt. Und die Parkdecks wachsen
schon aufeinander. Im vergangenen Jahr hat Stockach Fundamente
geschaffen, auf denen in den nächsten Jahren aufgebaut werden
wird. Mit dem Parkhaus soll 1999 auch die Umgestaltung der Pfarrstraße
kommen. Und dann die Hauptstraße. Für bundesweite Aufmerksamkeit
hat die Stockacher Idee eines Parkvereins gesorgt. Um Parkbewirtschaftung
in Stockach zu vermeiden, denn die öffentlichen Fördermittel
für den Parkhausbau bedingen die Bewirtschaftung, hat sich
der Verein gegründet. Stockacher Geschäftsleute wollen
den Verein unterstützen, der der Stadt die entgangenen Einnahmen
ersetzen soll. Noch vor Ablauf des Jahres ist der Verein
kostenloses Parken"" ins Vereinsregister eingetragen
worden. Das Stichwort bleibt weiterhin Verkehr. Nach dem Lindekreisel,
der den Verkehrsfluß erheblich verbessert hat, soll nicht
nur die Oberstadt durchlässiger werden. An der Meßkircher
Straße wird ein weiterer Kreisel entstehen. Auf Grund solcher
Bauvorhaben blickt der Stockacher Kämmerer jetzt auf ein
Haushaltsloch. Kreditaufnahmen über 5,8 Millionen Mark sollen
1999 das Defizit ausgleichen. Auch im Jahr 2000 wird die Stadt
nicht um neue Kredite umhinkommen, prophezeit Kessler. Aber dann
sei das Gröbste überstanden. Ein juristisches Loch ist
noch die Entscheidung um die Betriebserweiterung des Stockacher
Modellbauunternehmens Baumann. Dort ist die Erweiterung über
die Gaswerkstraße hinweg geplant. Die Entwidmung dieser
öffentlichen Verkehrsfläche stößt auf den
erbitterten Widerstand der Anwohner, die Mehrverkehr befürchten.
Eine Entscheidung steht noch aus. Allenthalben haben sich die
Stadtvorderen Wirtschaftsförderung auf die Fahnen geschrieben.
Mit der Ansiedlung von Nissen und Velten auf dem ehemaligen Josefsareal
ist Bürgermeister Rainer Stolz ein Coup geglückt. Denn
es ist nicht leicht produzierendes - also Arbeitsplätze schaffendes
Gewerbe zu locken. Nach dem letztjährigen Ärger um einen
städtischen Wirtschaftsförderer, war die Wirtschaftsförderung
1998 kein Personalthema. Doch zum Jahresschluß hat Bürgermeister
Stolz angedeutet, daß neue Planungen angedacht werden. Angedacht
wurde im Stockacher Rathaus auch die Neuorientierung in Richtung
Pfullendorf und Meßkirch, was daraus erwachsen wird und
kann liegt in der Zukunft.

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