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Bürgermeister
Armin Müller, Eigeltingen
Eigeltingen
(bie). Bis Mitte Januar haben
alle Seiten Stillschweigen vereinbart: Wir hoffen auf die
Gesundung Armin Müllers"", hat Landrat Frank Hämmerle
dem Wochenblatt gesagt. Seit Mitte November befindet sich der
erkrankte Eigeltinger Bürgermeister in stationärer Behandlung.
Weshalb: Darüber wird spekuliert. Wissen darf es niemand.
Da die erste Eigeltinger Gemeinderatssitzung für den 18.
Januar angesetzt ist, könne derzeit noch abgewartet werden,
so Hämmerle. In Eigeltingen können sich derweil immer
weniger Menschen vorstellen, daß eine Rückkehr Müllers
auch die Rückkehr zu konstruktiver und sachlicher politischer
Arbeit bedeutet. Manch Handwerker ist ein guter Bürgermeister
geworden, ein Bürgermeister aber nie ein guter Handwerker"",
philosophiert der Eigeltinger Volksmund zum Ende des Jahres 1998.
Nach Bürgermeister Barths Abgang vor sechs Jahren scheint
das Vertrauen in Verwaltungskompetenz zu schwinden. Der endgültigen
Krankmeldung des Bürgermeisters sind etliche Unpäßlichkeiten
zuvorgekommen. Die zunehmende Schärfe, mit der Eigeltinger
Ratsmitglieder den Bürgermeister ins Visier genommen haben,
hatte dazu wohl auch beigetragen.Dennoch ist es zumindest merkwürdig,
daß ein Bürgermeister ohne die Amtsgeschäfte zu
regeln eine Klinik aufsucht. Im Januar, so versprechen alle Beteiligten
aus dem Eigeltinger Rathaus und dem Konstanzer Landratsamt, sollen
Neuigkeiten offenbar werden. Wie die dann aussehen sollen . .
. Daß derweil ein zweiter Bürgermeister in Bedrängnis
gerät, ist die Randnotiz. Der Bürgermeister der See-Doppelgemeinde
Bodman-Ludwigshafen, Helmut Herzog, ist über einen Prüfbericht
des Landratsamtes gestolpert. Der wirft der Gemeindeverwaltung
happige Haushaltsverfehlungen vor. Doch in Bodman-Ludwigshafen
dauert es - im Gegensatz zu Eigeltingen - nicht mehr lange, bis
das Wahlvolk entscheiden kann. Im nächsten Jahr die Bürgermeisterwahlen
an. Eigeltingen muß noch bis ins Jahr 2000 warten.

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