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Mühlingen
im Jahr 1998
Mühlingen
(bie). Über ein Jahr ist
sie jetzt in Betrieb und die Mühlinger Schloßbühlhalle
bereichert das Gemeindeleben deutlich. Der alte Kreuzsaal
war in früheren zeiten einen vergleichsweise enormer Saal.
Heute reicht das nicht mehr", sagt der Mühlinger Bürgermeister
Manfred Jüppner. Mit der Mehrzweckhalle habe die Gemeinde
Impulse gesetzt. Die Schloßbühlhalle wird sehr
gut angenommen", weiß er. 3,8 Millionen Mark hat das
Projekt gekostet. Und die Gemeinde hat den Neubau ohne Kreditaufnahme
verkraftet. Aber: Wir haben zwei schwere Jahre hinter uns",
stöhnt Bürgermeister Jüppner und hofft, daß
jetzt wieder bessere Zeiten anbrechen. Schon in der ersten Jahreshälfte
des kommenden Jahres steht seine Wiederwahl an. Das vergangene
Jahr war ein Jahr der Planung für die Gemeinde Mühlingen.
Wesentliche Bebauungspläne wurden auf den Weg gebracht. Nicht
nur für Wohnbebauung, sondern mit dem Gewerbegebiet Bruckwiesen
II auch zur Gewerbeansiedelung. Zwei Interessenten gibt
es schon", sagt der Mühlinger Bürgermeister Manfred
Jüppner. Beide kommen jedoch aus der Gemeinde. Planungsrechtlich
ist das Gewerbegebiet im nun zu Ende gehenden Jahr auf den Weg
gebracht. Im neuen Jahr soll die Erschließung des einen
Hektars Gewerbegebiet vorangebracht werden. Und auch in Schwackenreute
tut sich was: Investor Arnulf Bohnacker plant auf dem Gelände
beim Bahnhof Schwackenreute ein Biomasse-Kraftwerk, eine Algenfarm
und eine Torfersatzproduktionsstätte. Die Mühlinger
Räte haben das Projekt abgesegnet. Um ein Wörtchen mitreden
zu können hat die Gemeinde Mühlingen den Steinbruch
bei Hecheln gekauft. Als in diesem Sommer der Kiesabbau im Mühlinger
Gemeinderat beschlossen wurde, kochte im Nachbarort Holzach die
Stimmung über. Die Kieslaster sollen, wenn im nächsten
Jahr der Abbau losgeht, nicht die Mühlinger, sondern die
Holzacher belasten. Denn über die Nachbargemarkung soll der
Verkehr ins Kieswerk bei Schwackenreute geführt werden. Viel
Geld fürs Mühlinger Gemeindesäckel erwartet Bürgermeister
Manfred Jüppner freilich nicht: Sicherlich keine hunderttausende
Mark."

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