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Wogen
schlugen hoch
Bodman-Ludwigshafen
(str). Wahlanfechtung und Hochwasser
- zwei Themen, die im Jahr 1999 in der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen
die Wogen im wahrsten Sinne des Wortes hoch schlagen ließen.
Wobei zum zweiten Thema alles Nähere in unserem regionalen
Jahresrückblick zu erfahren ist. Am 25. April war Matthias
Weckbach mit 56 Prozent der Stimmen als Nachfolger von Helmut
Herzog gewählt worden. Der 30-jährige bisherige Kämmerer
aus Sipplingen war von dem Ergebnis selbst überwältigt.
Hauptkonkurrent bei der Wahl war Franz-Josef Schnell, ehemals
beim Landratsamt Sigmaringen tätig, gewesen. Herzog hatte
lediglich acht Prozent der Wählerstimmen erhalten. Soweit
zum Wahlsieg als solchem. Dann ging es los, und die Gemeinde machte
recht unerfreuliche Schlagzeilen. Wahlanfechter - öffentlich
ist bis heute nicht bekannt, wer die Drahtzieher waren - kamen
auf den Plan. Ihr Argument: die Begleitumstände der Wahl,
daß es keine freie, faire und sachbezogene Wahl mehr gegeben
habe. Weckbach solle sich durch einen Tonbandmitschnitt bei der
Kandidatenvorstellung unlautere Vorteile im Wahlkampf verschafft
haben, der amtierende Bürgermeister Herzog habe seine Redezeit
überschritten und beim zweiten Wahlgang sei durch manipulierte
Anrufe gezielt beeinflußt worden. Eine Unterschriftenliste
kursierte, fand ihren Weg bis uns Landratsamt, der zuständigen
Prüfbehörde. Diese bestätigte Ende Mai die Gültigkeit
der Wahl, bezeichnete die Wahlanfechtung als zulässig, aber
nicht begründet. Der Gang vors Gericht wurde seitens der
Wahlanfechter angedroht; doch dazu kam es letztlich nicht. Vielmehr
gab der für die Bodmaner CDU im Kommunalwahlkampf kandidierende
Waldemar Michel im Juni an, als Koordinator für die Wahlanfechter
fungiert zu haben. Die Folge: Kurt Pfundner wollte auf seine Kandidatur
im Gemeinderat verzichten - wurde jedoch mit mehr als 1000 Stimmen
letztlich wieder für die Ludwigshafener CDU gewählt.
Oberstes Ziel des neuen Bürgermeisters nach all den Wirren:
in der Gemeinde die dringend benötigte Ruhe einkehren lassen
und auf ein Zusammenwachsen beider Gemeindeteile hinwirken.

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