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Ein
Rößl macht´s
Die
Kultursensation des Jahres 1999 war es allemal: Die Singener »Färbe«
zieht in die »Basilika« ein und landet mit dem »Weißen
Rößl« im Jahr des Stadtjubiläums den Publikumserfolg
schlechthin. Zusatzaufführungen mussten wegen dem Publikumsinteresse
eingeschoben werden, doch auch die waren gleich ausverkauft. 21
Jahre alt musste die "l;Färbe"l; werden,
um diesen Erfolg zu haben. Und mit »Hadwig, Herzog von Schwaben«
legte Peter Simon nach. Der Singener Rechtsanwalt Gerd Zahner
erlebte hier die erste Aufführung eines seiner Stücke.
Fazit: Eine neue Spielstätte ist geboren. Was daraus wird,
ist derzeit allerdings noch offen. »Die Färbe«
ist ein Kneipentheater und lebt im früheren Bauernhaus vom
dortigen Ambiente. Gertrud Waibel ist als Inhaberin Garantin dafür.
Die Förderung der »Färbe« wird derzeit zu
zwei Dritteln von der Stadt und zu einem Drittel vom Land betrieben.
Wäre die »Färbe« ein Regionaltheater, gäbe
es Zuschüsse im Verhältnis von eins zu eins. Das hat
Oberbürgermeister Andreas Renner zuletzt beim Nachbarschaftswein
dargestellt. Würden also die Hegau-Gemeinden auch einen Obolus
entrichten, müsste das Land auch erheblich mehr zahlen. Die
»Basilika«, früheres Umspannwerk des E-Werks Singen,
ist der Stadt 1999 zum Ausstieg aus der Energieversorgung Singen
geschenkt worden. Jugendmusikschule und andere haben bereits ihr
Interesse an dem Raum bekundet. Stefan Fahr, der Vorsitzende des
Fördervereins, hat die »Basilika« bei der letzten
Premiere für die »Färbe« mutig reklamiert.
Mit dieser Spielstätte würde die »Färbe«
endgültig zum Singener städtischen Theater. Die Entscheidungen
müssen im kommenden Jahr fallen. Die Weichen hat das Publikum
selbst gestellt: Erstmals gelang es dem Theater, in beiden Spielstätten
erfolgreich zugleich zu spielen!
Hans Paul Lichtwald

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