|
Auf
der Höri gings rund
Höri
(ov). Nachdem in Öhningen
mit Andreas Schmid der neue Bürgermeister schon seit September
1998 seines Am-tes waltet, stand der Wachwechsel in Moos und Gaien-hofen
in diesem Jahr an. Mit einem Festakt Anfang Januar 1999 wurde
Alois Keller nach 33 Dienstjahren in den wohl-ver-dienten Ruhestand
verabschiedet und sein Nachfolger Peter Kessler ins Amt eingeführt.
In Gaienhofen überreichte Helmut Hensler am 28. Februar die
Ratsglocke an Uwe Eisch. Die neuen Bürgermeister starteten
mit Schwung und viel Engagement in ihr erstes Amtsjahr. Während
Peter Kessler in Moos nahtlos an die Arbeit seines Vorgängers
anknüpfen konnte und sich um das Arbeitsklima im Rat keine
Sorgen machen mußte, galt es für Uwe Eisch erst einmal,
Aufbau-arbeit zu leisten. Tatsächlich schaffte der "Mann
von draußen", der sich bei seiner Wahl im November
1998 schon im ersten Wahlgang klar gegen die beiden Mitbewerber
aus dem Rat durchsetzen konnte, das, was viele Beobachter für
kaum möglich gehalten hätten. Er wirkte als Integrationsfigur.
Gaienhofen, das in den letzten Monaten der Ära Hensler praktisch
unregierbar gewor-den war, fand zu einem unaufgeregten Miteinander
im Rats-saal zurück. "Zwischen dem alten und dem neuen
Bürger-meister liegen Welten", konstatiert nicht nur
sein ehemaliger Gegenkandidat und jetziger Stellvertreter Otto
Lubach. Uwe Eisch habe von Anfang an sehr offen informiert und
die Souveränität des Rates hoch angesiedelt. Im Gegenzug
erwartet Eisch selbst auch von seinen Kollegen im Ratssaal das
offene Wort. Hinweise auf Mißstände jedwe-der Art sollten
"offen und ehrlich" geführt werden, nicht durch
rhetorische Fragen, auf die man die Antwort selbst gleich nachliefere.
"Ich erwarte von den Gemeinderäten, daß sie mit
offenem Visier kämpfen."

|