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Menschen
1999
Im
Tourismus liegt die Zukunft der Stadt, heißt es immer wieder.
Der Verein Tourismus Untersee (vormals IG Untersee) hat die Aufgabe
den Fremdenverkehr zu fördern und für die Vermarktung
und das einheitliche Auftreten der Unterseeregion zu sorgen. Am
1. März trat Lucia Kamp ihre (halbe) Stelle
als Geschäftsführerin an - Professionalität ist
angesagt!
Am 3. Mai eröffnete das Molencafe nach teurem Umbau wieder
seine Pforten. Winfried Kountz investierte über
eine Million Mark für den Um- und Erweiterungsbau. Entstanden
ist ein Glanzlicht am See. Pächter und Betreiber des ganzjährig
geöffneten Restaurantbetriebs ist Bodo Müller.
Eine neue Ära in der Geschichte des Molencafes wurde eingeleitet.
100 Jahre Hecker-Gymnasium - das war ein Grund zum Feiern. Die
»Höhere Schule« tat dies gründlich und mit
Format. Die Festansprache zur großen Feier hielt am 16.
Juli Südwestfunk-Intendant Peter Voß.
Zuvor hatte sich die Schule mit der dreimal ausverkauften Aufführung
des Musicals »Anatevka« - eine Schüler-Lehrer-Produktion
- ein Geschenk der Superlative gemacht. Für Schule und Stadt
war dies der kulturelle Höhepunkt des Jahres 1999!
Am 28. August wurde der Steinekünstler Sepp Bögle
für seine Verdienste um Lebensfreude und Lebensart zum »Ritter
von der Mole« geschlagen. Die Feierlichkeiten fanden an der
Mole letzten Baum statt. Radolfzell hat wieder einen Ritter von
Format.
Seit dem 19. Oktober verfügt der junge car-sharing Verein
»fahr gut« über die ersten zwei Autos. Autos zu
teilen, das bedeutet Ressourcen sparen und gemeinsam nutzen -
in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht.
Ganz im Sinne der Lokalen Agenda. Gerald Thom
als erster Vorsitzender ist ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches
Engagement. Bravo!
Manfred (Manzi) Veit ist tot. Er starb Anfang
Dezember nach langer Krankheit. In ihrem Pressehock am 20. Januar
hatte die Narrizella dem Jahrzehnte treu dienenden Narrenpolizist
zum ersten »Ehrenbolizischt« der Zunft ernannt. Der
Geschäftsmann war ein Original der Radolfzeller Fastnacht.
Narretei und echte Brauchtumsliebe war sein Lebensinhalt. Unbekannter,
aber dennoch populär, verstarb still in diesem Jahr ein weiteres
Original der Zeller Fastnacht. Frau Piep wird es nur noch auf
der Bühne geben.

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