Jahresrückblick 1999
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* Mittwoch 27. Dezember 2001

Drei Abgeordnete?

Die Bundestagswahl 2002 rückt näher. Im September werden die verbliebenen Wähler zur Urne gehen. Im Kreis Konstanz wird es zwei Abgeordnete weiterhin geben: Hans-Peter Repnik tritt für die CDU an, und der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird das Direktmandat wieder erlangen. Für die CDU in der Region ist er die entscheidende Integrationsfigur. In Berlin leistet er Kärrnerarbeit in allen Krisenzeiten, doch die Freude am Mandat ist weiter vor Ort im Kreis spürbar. Birgit Homburger ist nach ihrem Wahlkreiswechsel von Ulm nach Konstanz nur noch im Glück: Sie wird Spitzenkandidatin der FDP im Land sein! Die einstige Juli-Bundesvorsitzende hat in den letzten Jahren immer mehr Profil gewonnen. Und sie hat in der FDP auf die richtigen Freunde gesetzt. Ihre Wiederwahl in den Bundestag scheint sicher. Und sie wird dort den Platz von Klaus Kinkel einnehmen, der immerhin nicht nur Außenminister sondern auch Bundesvorsitzender der FDP war. Bei der SPD wird es noch spannend: Wird Susanne Sargk aus Singen auf der Landesliste der Partei abgesichert? Das wäre seit 1980 dann wieder das erste Mandat der SPD aus dem Kreis Konstanz. Die Kreis-SPD hat sie mit großer Mehrheit aufgestellt, wobei die Konkurrenten auch nicht gerade erste Garnitur waren. Beim entscheidenden Listenparteitag im Lande wird es mehr um den Proporz als um die inhaltliche Qualität gehen. In beiden Bereichen hat Susanne Sargk vorgearbeitet: Mit ihrem familienpolitischen Ansatz schließt sie eine Lücke in der Programmatik der Partei. Und die Grünen? Susanne Seliger aus Konstanz will nicht mehr antreten, weil sie gegen den Kriegseinsatz der Bundeswehr ist. Und wie bei der Landtagswahl tun sich die Grünen bei der Kandidatenaufstellung schwer. Sie haben nicht nur Basis-Probleme sondern auch bei der Auswahl des Spitzenpersonals. Aus der grünen Bewegung der 80er Jahre ist ein Bummelzug im Kreis Konstanz geworden. -li-

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