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Am Anfang war die Idee
Radolfzell (aj). Am Anfang stand die gute Idee. Und die hat das Zeug dazu, zur Idee des Jahres zu werden. Nachdem mehrere Hotelansiedlungen auf dem Mayer-Areal scheiterten hatte Stadtrat und Historiker Christoph Stadler einen zündenden Gedanken: Wo einst ein Kapuzinerkloster stand, könnte heute ein modernes Kloster, ein sogenanntes Weltkloster, zur Profilierung der Stadt beitragen und Radolfzell zur geistigen Mitte des Landkreises machen. Kernpunkte des Weltklosters sind das Kloster, die Akademie, ein Hotel, ein Wohnbereich und Parkplätze.
Die planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür schuf der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr: Der Bebauungsplan Weltkloster Radolfzell wurde aufgestellt und beinhaltet außer dem städtischen Kloster-Mayer-Areal auch zusätzliche Flächen der Nachbarschaft, um alle Planungsvarianten möglich zu machen. Zugleich soll mit dem Bebauungsplan die städtebauliche Neuordnung und Weiterentwicklung in diesem Bereich endlich möglich machen und regeln. Auch hier gilt: Stadtentwicklung heisst das große Thema der Zukunft.
Bereits im vergangenen Jahr hatte sich ein interfraktioneller Arbeitskreis gebildet, der eine Konzeption für das Weltkloster erabeitet hatte, die im Rat breite Zustimmung fand. Am 20. März dieses Jahres fassten die Räten den Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Projektes »Stiftung Weltkloster«. Seitdem wurde es ruhig um das Projekt, das noch zu Beginn des Jahres mit einer Vortragsreihe, einer Ausstellung und einem viel beachteten Vortrag mit Professor Hans Küng Furore machte. Doch die Ruhe trügt: Hinter geschlossenen Türen wurde emsig gearbeitet. Mit weiteren Schritten ist zu Beginn des nächsten Jahres zu rechnen. Im Verwaltungshaushalt für 2002 sind 145000 Euro für die Konzeption Weltkloster eingestellt.

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