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* Mittwoch 27. Dezember 2001

Kultur - kurz und bündig

Neue Intendantin

Im Januar stellte sich Dagmar Schlingmann als designierte neue Intenantin des Stadttheater Konstanz der Öffentlichkeit vor. Zur neuen Spielzeit im Herbst hat sie das Amt von Rainer Menneken übernommen und viele Änderungen angekündigt. Ein Dreigestirn aus Frauen führt das Konstanzer Stadttheater und hat schon ein beachtliche Anzahl an Änderungen eingeführt - vor allem ist mehr politische Ausrichtung gewollt. Mit dem auf drei Spielabende und auf drei verschiedene Spielstätten verteilten Drama »Orestie« wurden da schon mal auf deutliche Weise Segel für die Region gesetzt. Auch optisch hat das Konstanzer Stadttheater in Programmheften und der CI ein völlig neues Outfit erhalten.

Vor allem die Jugend soll wesentlich stärker ans Theater herangeführt werden. Zurzeit ist in vielem noch der Reiz des Neuen dabei. Wie nachhaltig der neue Kurs ist, wird sich erst im Jahr 2002 zeigen.

Basilika erobert

Letztes Jahr war es noch großes Sommertheater. Dieses Jahr hat die Färbe die unweit des Stammhauses gelegene Basilika als zweite Bühne übernehmen können. Das hat dem kleinen Theater ganz neue Perspektiven eröffnet. Mit »Othello« und »Der Floh im Ohr« konnte der Raum als Effekt für ein Theater in ganz neuer Weise genutzt werden. Eröffnet wurde auch die Chance zwei Spielstätten parallel zu nutzen, wie jetzt beim Adventscabaret geschehen. Freilich, mit den neuen Dimensionen muss sich die Färbe auch einen breiteren Publikumsstamm erobern. Das bedeutet mehr Unterhaltung.

Museumsnacht

Das Wort Museumsnacht tauchte vor einigen Jahren in den Metropolen auf. In diesem Herbst gab es gleich drei davon in der erweiterten Region. In Konstanz, Tuttlingen und in Singen (Hegau) entstanden dabei sehr unterschiedliche Formen. In der Hegauer Museumsnacht, in die auch das Umland, die Höri und Radolfzell mit einbezogen waren, konnten sich vor allem die Künstler freuen, die ihre Ateliers der Öffentlichkeit auf diese Weise vorstellen wollten und recht regen Zulauf hatten. Da war sogar manche Atelier-Party angesagt und ein Frage bleibt da offen: hat sich das Museum und die bildende Kunst da neue Schichten öffnen können, die zuvor mit dem Museum nicht ganz so viel Anfangen konnten? Dazu muss parallel wohl auch mehr in Sachen Museumpädagogik in Zusammenarbeit mit den Schulen getan werden. -of-

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