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Verlust der
Zentralität? Radolfzell (aj). Schließungen und Umzüge sowie Arbeitsplatzabbau machten Radolfzell in 2002 schwer zu schaffen. Die Arbeitsamtgeschäftsstelle Radolfzell wurde geschlossen, »Kunden« aus Radolfzell und der Höri müssen nun in ihren Angelegenheiten nach Singen fahren. Die Deutsche Bank schloss bereits im vergangenen Jahr und Sparkasse und Volksbank fusionieren quer durch den Kreis - wie sicher sind die Standorte in Radolfzell? Zum 1. Juli zogen 112 Mitarbeiter der Sparkasse Singen-Radolfzell in das neue Kompetenzzentrum in der Singener Hadwigstraße ein. 50 Mitarbeiter bleiben in Radolfzell nach der Umstrukturierung noch übrig. Zuletzt schloss auch noch der Radolfzeller OBI nach 20 Jahren in der Herrenlandstraße, im November war Ausverkauf - da ging eine Ära zu Ende.
Die »Groß«Firmen Allweiler und Schiesser bauten auch in 2002 Mitarbeiter ab. Schiesser bekennt sich dennoch zum Standort, weiterer Arbeitsplatzabbau ist nicht zu befürchten. Auf dem Areal finden Umbauten im großen Stil statt - hier soll der Focus-Park entstehen. Bei Allweiler weiß immer noch keiner wo die Reise hingeht. Permanenter Arbeitsplatzabbau schadet der Moral der Mitarbeiter, wer kann, geht von sich aus. Die Amerikaner verfahren wenig zimperlich, wie viel ist ihnen der Standort Radolfzell wirklich wert?
Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman übernahm Ende 2002 den Gesamtkonzern TRW. Für den Bereich TRW Automotive, zu dem TRW in Radolfzell und Blumberg gehören, ist das nur eine Zwischenstation. Northon Grumman ließ am 19. November verkünden, das die Automobilsparte an das Investmentunternehmen Blackstone verkauft werden soll. Dieser Verkauf soll noch im ersten Quartal 2003 abgewickelt werden. Aus dem Mischkonzern TRW wird nach dem Verkauf an Blackstone »TRW Automotive« als achtgrößter Automobilzulieferer der Welt heraus gelöst.

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