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Frischer Wind im Rathaus Mühlingen (sw). Die Einwohner von Mühlingen haben's gut! Der zur Weihnachtszeit arg strapazierte Geldbeutel bekommt eine Verschnaufpause. Denn die Abgabenbeschiede der Gemeinde flattern verzögert ins Haus. Nicht, weil der Postbote ein Herz für Bürger hat und das Austragen verweigert. Nein, der Grund ist sehr modern. Das Rathaus wird frisch verkabelt. Kasse und Rechnungsamt schieben dafür laut Bürgermeister Manfred Jüppner Überstunden. Doch wenn alles unter Dach und Fach ist, hofft er auf Arbeitserleichterungen. Der Haushaltsplan wird gleich mit dem neuen Programm erstellt. Dabei wird der Computer nicht abstürzen. Denn das Ergebnis ist recht passabel. Gebühren mussten in Mühlingen nicht erhöht werden, der Verwaltungshaushalt zeichnet sich durch einen Überschuss von etwa 100.000 Euro aus. 2004, meint Manfred Jüppner, könnte es problematischer werden. In seiner Gemeinde, so der Bürgermeister, wurde schon immer gespart. So haben die Hallen keinen Hausmeister, die Schulen keine Sekretärinnen. Der gebürtige Stockacher baut auf Sparsamkeit. Aber er sparte nicht mit Lob bei der Einweihung des neuen Kindergartens in Zoznegg im September. Das, so sagte er damals, sei das Bauwerk, das ihn am wenigsten belastet habe. Belasten könnte ihn aber der Ortsteil Gallmannsweil. Dort sind die Einwohner gar nicht erfreut über die Lastwagen, die mit erhöhter Geschwindigkeit durch den Ort brettern. Eine Bürgerinitiative lief Sturm gegen den Verkehrslärm und machte aktiv Front dagegen. Im Rahmen einer Verkehrsschau wurde laut Manfred Jüppner der Tatort besichtigt, die Brummis haben auf den Gehwegen sichtbare Spuren hinterlassen. »Die Schmerzgrenze ist überschritten.« Keine Schmerzen bereitete ihm dagegen sein 50. Geburtstag, den er am 22. November mit einem Empfang in Mühlingen feierte. Festlich war es, aber nicht zu festlich. Locker, aber nicht zu locker. Genau die richtige Mischung. »Ich bin froh, dass ich so gefeiert habe. Es war ein rundum schönes Fest.«

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