Jahresrrückblick 2002
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*  Montag 29. Dezember 2003

Am Krankenhaus ist wieder Ruhe eingekehrt - und bald ein Schlaflabor

Radolfzell. Für das Krankenhaus war es relativ ruhiges Jahr. Die Fusion, im Jahr zuvor hart umkämpft, konnte friedlich vollzogen werden. Rückwirkend zum 1. Januar 2004 ist Alexander Merten als Verwaltungsdirektor am Radolfzeller Krankenhaus tätig. Die anfängliche Zurückhaltung und Unsicherheit der Mitarbeiter habe sich gelegt, in der Stimmung der Mitarbeiter sei ein »Aufschwung« erkennbar, freut sich Merten. In Radolfzell gebe es »sehr engagierte, motivierte und qualifizierte Mitarbeiter« lobt der Krankenhaus-Chef, der sich nach eigenen Angaben in Radolfzell »sehr wohl« fühlt. Das Jahr 2003 war neben des Vollzugs der Fusion und deren unmittelbare Auswirkungen, vor allem durch die Einführung der DRGs geprägt. Das bedeutete einen erheblichen Mehraufwand für die Ärzte und die EDV, die Ärzte hätten die neuen Kodierungen »mittlerweile voll im Griff«, freut sich Alexander Merten. Was die Leistungszahlen anbelange, liege man in 2003 »voll im Trend«, der »Aufwand hat sich gelohnt«, resümiert der Verwaltungsdirektor. Was andere Häuser verpflichtend im kommenden Jahr vor sich haben, nämlich die Einführung der DRGs, hat man in Radolfzell bereits hinter sich gebracht. Das Jahr 2004 wird vor allem durch neue Gesetze und eine verschärfte finanzielle Situation gekennzeichnet. 2004 erhalten alle Krankenhäuser nur eine Budgetsteigerung von 0,02 Prozent, die Löhne werden dagegen rund 2,7 Prozent steigen. Da klafft die Schere, so Merten. Denn der größte Block im Krankenhaus ist der Personalbereich (70 Prozent aller Un-Kosten). Wie sollen die Krankenhäuser angesichts der Unterfinanzierung gute Arbeit leisten, fragt sich der Krankenhausdirektor. Mehr Geld oder weniger Leistung, das sei die Frage und die habe die Politik zu beantworten. Das neue Gesundheitsmodernisierungsgesetz bedeute mehr ambulante Operationen und eine integrierte Versorgung. Dazu sei man mit den Kassen in der Verhandlung. Die Kooperation mit nieder gelassenen Ärzten wird ausgebaut. Das Thema Ärztehaus ist vorerst vom Tisch, der Gemeinderat zog nicht mit. Geplant war ein Ärztehaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Krankenhaus kombiniert mit betreutem Wohnen, einen Investor hat es bereits gegeben. Merten hätte das Ärztehaus begrüßt - »für Kooperationen sind wir immer bereit«. In Kooperation mit einem Psychiater und Neurologen wird es bald wieder ein Schlaflabor am Radolfzeller Krankenhaus geben. Man stehe kurz vor Vertragsabschluss, versichert Merten. Im neuen Jahr wird mit dem Umbau begonnen, spätestens ab April 2004 wird es in Radolfzell wieder ein »richtiges, akkreditiertes Schlaflabor« mit sechs Plätzen geben, verspricht Alexander Merten. Andrea Jagode

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