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Die Bremse kam aus Rom Die Katholiken in Singen und im Hegau hofften und bangten im Frühsommer 2003: Wird Dr. Paul Wehrle Erzbischof? Nach dem Abdanken von Oskar Saier hatte er übergangsweise die Erzdiözese als Diözesan-Administrator geführt - war dies ein Zeichen für die weitere Berufung? Nein. Robert Zöllitsch ist der neue Erzbischof, ein Mann, der gelernt hat, Theologie und Verwaltung unter einen Hut zu bringen.
Und Dr. Paul Wehrle? Er kam nach dem Bekanntwerden der Entscheidung aus Rom in seine Heimatstadt Singen, um in St. Josef das 75jährige Bestehen der Pfarrei zu feiern. Seine Predigt war zündend: Der 61jährige Weihbischof hatte nichts von seinem jugendlichen Elan verloren. Er ist eben ein Hoffnungsträger dieser Kirche.
Offiziell wurde die Wahl des neuen Erzbischofs heruntergespielt. Kritik am Entscheidungsprozess der katholischen Kirche gab es nur vereinzelt. Dabei kann die Erzdiözese drei Namen als Wunschliste nach Rom schicken. Doch offenbar kam bei mehreren Entscheidungen in Folge kein einziger davon wieder zurück. So kam auch bei Dr. Paul Wehrle die Bremse aus Rom: Wer im Namen der deutschen Bischofskonferenz im Vatikan in Sachen Schwangerschaftsberatung in Sachen ß 218 verhandelt hat, hat eben schlechte Karten, wenn es um höhere Stellenbesetzungen geht.-li-

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