Jahresrrückblick 2002
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*  Montag 29. Dezember 2003

Zukunftsträchtiges Engagement

Gaienhofen. Ende April des soeben zu Ende gehenden Jahres hat sich in Gaienhofen ein gemeinnütziger Verein begründet, der seine Einsatzgebiete fernab der üblichen Vereinszwecke sucht: Rund um den aktiven Organisationskern von drei Frauen - Maria Hensler, Gertrud Staudenmaier und Monika Engelmann - fanden schon am Gründungsabend fast 50 Anwesende das Vereinsziel der Gaienhofener Nachbarschaftshilfe so unterstützenswert, dass sie spontan Mitglied wurden. Inzwischen steht der Verein »Hilfe von Haus zu Haus« kurz davor, sein 100. Mitglied aufnehmen zu dürfen. »Das ist eine gute Sache, vielleicht brauch ich das ja auch mal«, lautet oftmals die Begründung für eine Mitgliedschaft. Die »Hilfe von Haus zu Haus«, die von den Einsatzleiterinnen Monika Engelmann und Gertrud Staudenmaier professionell organisiert wird, bietet älteren, kranken und behinderten Menschen ebenso wie Familien und pflegenden Angehörigen Betreuung, Entlastung und Hilfe bei allen täglichen Erledigungen, die allein schwer fallen. Die Helfer und Helferinnen kommen aus der eigenen Gemeinde und sind flexibel einsetzbar. Die Jüngste ist gerade mal 16 Jahre alt, die älteste 65. Einzeleinsätze sind ebenso möglich wie eine kontinuierliche Betreuung, wobei die Nachbarschaftshilfe erklärtermaßen keine Konkurrenz zu Sozialstation oder Dorfhelferinnenwerk sein kann und will, sondern sich als deren Ergänzung begreift. Reine Pflegemaßnahmen fallen also nicht in das Aufgabenspektrum der Helferinnen, die für ihre Einsätze speziell geschult werden. Als innovatives Projekt von Frauen für Frauen im ländlichen Raum genießt der junge Verein neben der Unterstützung der Kirchen und der politischen Gemeinde auch die des Ministeriums für Ernährung und ländlichen Raum und profitiert von einer Anschubfinanzierung durch EU-Gelder. Das zukunftsträchtige Projekt, dessen schönstes Ziel es ist, alten Menschen möglichst lang ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, hält eine Ausdehnung seines Einsatzgebietes auf die vordere Höri für durchaus wünschenswert. Schließlich bilden vordere und mittlere Höri seit September dieses Jahres einen gemeinsamen Pfarrverband. Warum sollte da nicht auch der kirchliche Verein über die Gemeindegrenzen hinweg funktionieren? -ov-

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