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Anwältin der
Flüchtlinge Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frede Möhrle war 2003 ein Signal: Unermüdlich hat sie sich seit mehr als 25 Jahren im Verein für Vorschulerziehung oder in der Flüchtlings-Rückkehrhilfe engagiert. Stand am Anfang die Hausaufgabenhilfe im Singener Asylbewerberheim im Mittelpunkt, so wurde daraus immer mehr eine politische Funktion durch die Vermittlung in strittigen Fällen des Asylrechts.
Der Bürgerkrieg in Ex-Jugoslawien hat vieles verändert: Fingerspitzengefühl war verlangt bei der Beurteilung von Heimkehrchancen. Und vor allem ging es um konkrete Menschen mit Sorgen, Nöten und Ängsten. Mit Irene Fleischmann, der Bereitschaftsleiterin des Singener Roten Kreuzes, pflegt seither Frede Möhrle den Doppelpass. Die Reise mit der Landtagsabgeordneten Veronika Netzhammer ins Bürgerkriegsgebiet brachte auch den politischen Wandel.
Das Bundesverdienstkreuz überreichte Landrat Frank Hämmerle. Das war eben auch ein Akt der Versöhnung zwischen der Behörde und der permanenten Bürgerinitiative für Flüchtlingsschicksale und Abschiebungsangst. Frede Möhrle hat sich durch die Ehrung nicht geändert. Mühevoll arbeitet sie an den Einzelfällen weiter. Wenn Singen 2004 das Jahr der ausländischen Mitbürger feiert, hat sie einen Grundstein dazu gelegt. Am 7. Januar wird Oberbürgermeister Andreas Renner dazu eine Kunstausstellung aus dem Kosovo im Singener Rathaus eröffnen. Dass die Bilder über alle Grenzen hinweg nach Singen gekommen sind, verdankt die Stadt Frede Möhrle und ihren Helfern. Die wissen nämlich längst, wie man jede Grenze knacken kann.
-li-

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