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Das peinliche Ende der Ära der KEG Bis Ende Januar 2004 sollen Barbara und Willy Wagenblast den Nachfolger als Geschäftsführer der KEG noch einarbeiten. Sie werden es in der ihnen eigenen loyalen Form tun. Was das WOCHENBLATT aufdeckte, war in Rielasingen-Worblingen der Skandal des Jahres: Der Gemeinderat schickte Bürgermeister Ottmar Kledt als Missionär los, um Barbara Wagenblast die Kündigung auszusprechen. Wer weiß, wie eng ihre Zusammenarbeit für die KEG und die Gemeinde war, musste mit der Konsequenz ganz genau rechnen: Beide kündigten der politischen Gemeinde. Publiziert wurde es zielgerichtet ohne die Vorgeschichte. So waren die Gemeinderäte wieder einmal Saubermänner und -frauen.
Die Wagenblasts hatten die Gänseweide als Sanierungsprojekt glänzend vorangetrieben, das Fabrikgut wie das Baugebiet Tiefer Brunnen konnten sie nicht mehr vermarkten. Bei der Gems wurden sie ins Nichts geschickt.
Vor 25 Jahren hatte in der Gems am 23. Dezember 1978 die Geschichte eines ungeliebten alternativen Kulturzentrums begonnen. Alles hätte die Gemeinde billiger haben können, doch sie wollte nicht. Mit hohen Zuschüssen aus Steuermitteln wurde ein KulturPunkt saniert, der ins Abseits führt. Von der ersten Kulturreferentin trennte man sich, glaubte, genügend Kultur würde einem glatt ins Haus laufen.
Der Rest ist nur noch peinlich. Der Förderverein ist in Auflösung begriffen, ein neuer Trägerverein weiter nicht in Sicht. Die Gemeinde hat kein Geld, will aber im Fabrikgut Kultur- und Jugendarbeit ansiedeln. Antworten auf so viele Fragen sind in der Kommunalpolitik von Rielasingen-Worblingen heute Mangelware. Öffentlich wird nichts mehr diskutiert, der Streit mündete in die gezielte Absage des Jahresabschlussessens des Gemeinderats durch die CDU und die SPD. Es ist offenbar zuviel passiert hinter den Kulissen. Einen neuen Gemeinderat am 13. Juni 2004 wählen, ist die große Chance.

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