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Leben im Museum Nach der Eröffnung ist vor der Eröffnung. Anfang April wurde das neue Stockacher Stadtmuseum im »Alten Forstamt« in der Salmannsweiler Straße mit Sonderführungen, Glückwünschen, einem verkaufsoffenen Sonntag und vielen Vorschusslorbeeren eröffnet. Danach, sagt Leiterin Dr. Yvonne Istas, war sie froh, den Kraftakt bewältigt zu haben. Doch die Arbeit ging weiter: »Ein Museum lebt von neuen Aktionen. Es muss bekannt gemacht werden.« Über die genauen Besucherzahlen seit der Eröffnung könne sie nichts sagen, denn sie sei nicht ständig in den Räumen präsent und Eintrittskarten würden keine verkauft. Aber zwei Dinge sind Yvonne Istas aufgefallen: Die Sonderausstellungen locken mehr Geschichtefans an als das reine Museum, und bei den Schülern hätte sie sich eine größere Resonanz erhofft. Doch das sei noch ausbaufähig, hier möchte sie im neuen Jahr ansetzen. Allerdings ist Yvonne Istas 2004 gut beschäftigt: Terrakotten aus Zizenhausen werden in einer Sonderausstellung präsentiert. Im März hatte die Stadt Stockach den Nachlass des letzten Terrakotten-Produzenten Otto Müller-Sohn, der Anfang des Jahres verstorben war, erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die originellen Kostbarkeiten werden von Samstag, 8. Mai, bis Oktober auf zwei Etagen im Museum gezeigt. Auch ein Katalog soll dazu erstellt werden. Das Großprojekt Terrakotten hat noch eine jüngere Schwester: Im Dezember möchte Yvonne Istas Stadtansichten von Stockach in einer kleineren Ausstellung präsentieren. Hierbei will sie auf Bestände der Stadt zurückgreifen, um Kosten zu sparen. 2003 hat es nur die »Totentanz-Ausstellung« gegeben. Doch das Stadtmuseum soll 2004 viel erleben.

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